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zomger_fanfictions zomger_fanfictions

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Stillgelegt ⬇  WIR SIND UMGEZOGEN. BITTE BEACHTEN SIE DIE BILDUNTERSCHRIFT UNTER MEINEM LETZTEN POST. DANKE LG.

Also Leute, jetzt ist es soweit. Diese Seite hier wird stillgelegt. Ein bisschen tut es mir schon im Herzen weh, weil ich mich hier irgendwie Zuhause fühle. Aber ein Neuanfang ist einfach nötig. Über die Zeit haben sich hier wahnsinnig viele Ghost-Follower angesammelt und das stört mich. Ich möchte meine Geschichten mit Leuten teilen, die sich dafür interessieren. Ich scheiße auf Abo-Zahlen, lieber habe ich 50 aktive Follower als 3.000 inaktive.
Die Seite zomger_fanfictions wird weder gelöscht noch auf privat gestellt. Hier bleibt alles so wie es ist (DU OBER...ÄH...ZICKE), damit jeder Zugriff auf meine Fanfictions hat. Außerdem möchte ich nicht, dass jemand anderes den Namen zomger_fanfictions bekommt. #sorrynotsorry . DIE NEUE SEITE HEIßT @stories.about.zomger . Ich hoffe, dass die meisten von euch mit mir umziehen. Bei den anderen bedanke ich mich für die schöne Zeit auf dieser Seite. :)
Auf der neuen Seite wird es dann auch schon bald mit der neuen Ff weitergehen.
Wer mir schon länger folgt weiß, dass mir die Seite hier sehr viel bedeutet. Ich hoffe, dass mir die neue Seite auch schnell ans Herz wächst (und euch natürlich auch).
Tja...das wars dann wohl. Das ist der letzte Beitrag hier.
Man sieht sich.

@stories.about.zomger

Meine Stimme hallte in der Höhle wieder und ich konnte meine eigene Panik hören. Benommen rannte ich los, riss mir meinen Ellenbogen an der Höhlenwand auf, knickte mehrmals um und stolperte über Wurzeln. Immer wieder stürzte ich, schlug mir meine Hände blutig, doch ich raffte mich jedes Mal wieder auf und rannte weiter. Es wurde bereits wieder hell, am Horizont konnte ich schon die ersten Sonnenstrahlen erkennen. Währe die Situation anders gewesen, hätte ich vielleicht die Schönheit dieses Morgens bewundert, die Klarheit des Himmels, doch in diesem Moment überkam mich meine Verzweiflung. Tränen und Blut vermischte sich und liefen über mein Gesicht. "Manu!" brüllte ich, doch meine Stimme hatte ihre Kraft verloren. Als ich den Waldrand erreichte und die Grotte auftauchte, fiel ich ein letztes Mal auf die taufeuchte Erde. Manu war nirgends zu sehen. "Nein...nein er darf nicht da drin sein...nein!" krächzte ich. Mit letzter Kraft zog ich mich auf allen Vieren näher zum Eingang der Grotte. "Manu?" flüsterte ich. Alles was zurück kam war erschlagende Stille. In dieser Sekunde wünschte ich mir nichts anderes als einen Schrei, ein Kreischen, ein Weinen. Irgendein Lebenszeichen. Doch stattdessen war da gar nichts. Mein Atem zitterte und vor meinem Mund bildeten sich kleine Rauchwölkchen. Ich nahm den Gestank der Grotte überhaupt nicht war, als ich langsam aufstand und mit zusammengekniffenen Augen eintrat. "Bitte...bitte Manu...du musst es geschafft haben...du darfst nicht hier liegen...". Doch noch bevor ich die Augen öffnete wusste ich, dass kein Flehen der Welt etwas an der Wahrheit geändert hätte. Ich blinzelte und sah vor mich auf den Boden. Sofort gaben meine Beine nach und ich stürzte auf meine Knie. "Nein..." flüsterte ich immer wieder. "Nein...". Vor mir lag Manu, die Augen geschlossen, er sah aus als würde er schlafen. Zitternd streckte ich eine Hand nach ihm aus. Er war eiskalt. Ich drückte seine Hand, rüttelte an seiner Schulter. Ewigkeiten kniete ich neben ihm, immer wieder bat ich ihn, aufzuwachen. Er sah so friedlich aus neben all den anderen Leichen, deren Augen weit aufgerissen waren. "Bitte..." flüsterte ich ein letztes Mal.
(Kommis ⬇)

'Ich auch.' erwiderte ich in Gedanken. Das einzige Geräusch was zu hören war, war das leise Plätschern der Wellen am Strand. Ich wusste nicht, wie viel Zeit verging, bis ich plötzlich merkte wie Manu anfing zu zittern. "Was ist?" fragte ich besorgt. "Es ist kalt...können wir zurückgehen?" nuschelte Manu gegen meine Brust. Erst jetzt spürte ich die frische Brise, die vom Meer aus über die Insel wehte und meine Armhaare stellten sich auf. Ohne eine Antwort zu geben hob ich Manu hoch und lief los Richtung Höhle. "He was soll das, ich kann selber laufen!" beschwerte sich Manu, doch ich beachtete ihn nicht. Ich hatte sein Humpeln nicht vergessen und wollte nicht, dass er sich überanstrengte. Als wir die Höhle erreichten, war es bereits dunkel. Ein paar Sterne leuchteten am Himmel, sonst kam kein Licht durch das Dickicht des Waldes. In unserer Höhle hatte sich die letzte Wärme des Sonnenlichtes gespeichert und es war angenehm warm. Manu hörte schon bald auf zu zittern und ich meinte: "Lass uns schnell schlafen gehen, bevor es zu kalt hier drin wird." Der Grünäugige sah mich flehend an. "Kannst du bei mir schlafen? Bitte...". Ich ließ mir das nicht zweimal sagen. "Klar." erwiderte ich und grinste aufmunternd. "Ich habe Angst vor dieser Nacht. Ich hoffe, Sterben tut nicht weh." flüsterte Manu, während er auf den Felsvorsprung kletterte. Schnell legte ich mich neben ihn und drückte meinen Körper fest an seinen. "Ich werde dich so festhalten, dass kein Zauber der Welt dich von mir wegreißen kann." murmelte ich in sein Ohr. Er gab keine Antwort und so schloss ich die Augen und wartete, bis der Schlaf mich überkam. Ich wachte auf, als ein heftiger Schauder durch Manus Rücken fuhr. "Manu...?" flüsterte ich. "Ist dir kalt?" Ich bekam keine Antwort. Für einige Sekunden passierte gar nichts und ich hielt den Atem an in der Hoffnung, dass Manu einfach weiterschlafen würde. Doch plötzlich fing er an zu zucken und setzte sich mit einem Ruck auf. Erschrocken sog ich scharf die Luft ein und starrte in seine verschleierten Augen. "Manu...Manu tu mir das nicht an. Wach auf!" rief ich und rüttelte ihn an der Schulter. (Kommis ⬇)

"Ich liebe dich auch. Und du wirst nicht sterben." Auf dem gesamten Rückweg zur Höhle hielt ich mich an diesem Gedanken fest. Es war erst früh am Nachmittag und ich schlug vor, im Meer schwimmen zu gehen. Manu stimmte nach langem Überlegen zu. Ich sah ihm an, dass er Angst hatte und dass die Situation an seinen Kräften zerrte. Als wir uns durch den Wald Richtung Strand schlugen bemerkte ich, dass er wieder anfing zu humpeln. Doch ich ließ es unkommentiert, da Manu einen entschlossenen Gesichtsausdruck aufgesetzt hatte und ich ihn nicht beleidigen wollte, indem ich ihn als hilfsbedürftig abstempelte. Die Strecke zum Meer war nicht so lang, wie ich sie in Erinnerung hatte und die Sonne stand noch recht hoch am Horizont, als unsere Füße den Sand berührten. "Ich habe schon fast vergessen, wie das Meer aussieht." flüsterte Manu und nahm meine Hand. Ich musste lächeln. "Das Meer ist unser einziger Weg nach Hause. Wir dürfen die Hoffnung nicht aufgeben, irgendwann wird ein Schiff kommen und uns mitnehmen." Manu wurde traurig. "Ja, für dich Micha. Du musst akzeptieren, dass es vorbei ist für mich. Es war Schicksal, dass wir hier gelandet sind. Versprich mir, dass du den Schatz nehmen wirst und dir ein Leben damit aufbauen wirst." Ich ließ seine Hand los und schaute ihn mit funkelnden Augen an. "Ich werde diesen dreckigen Schatz nicht anrühren! Wenn du stirbst, dann sterbe ich mit dir Manu. Ich werde nicht alleine zurückgehen." Manu holte aus und bevor ich wusste was passiert, gab er mir eine ordentliche Backpfeife. Eine Träne rollte über seine Wange, während ich mir mit schmerzverzerrtem Gesicht die Hand auf die Backe hielt. "Was sollte das?!" rief ich wütend. "Du darfst nicht sterben Micha! Das ist mein Schicksal, nicht deins! Du sollst den Schatz finden und dann wird ein Schiff kommen und dich an Bord nehmen. Du wirst glücklich sein und ich bin nur das Opfer, das dafür gebracht werden musste!" Seine Stimme wurde immer eindringlicher und ich sah, wie der altbekannte Schleier vor seine Augen trat. Ich seufzte, da ich wusste, dass es in diesem Zustand sinnlos war mit ihm zu streiten.
(Kommis ⬇)

Als die Grotte in Sichtweite kam merkte ich, wie Manus Griff fester wurde. Wir verlangsamten unser Tempo und aus Manus Kehle kam ein ängstliches Wimmern. "Siehst du den Rauch?" fragte er leise. Ich beobachtete die Nebelschwaden, die aus dem Eingang kamen und nickte. "Ja." Vorsichtig näherten wir uns der Öffnung. "Hallo?!" rief ich in die Grotte hinein. Als Antwort stieg mir ein widerlicher Geruch in die Nase. Ich wandte mich ab, um mich nicht zu übergeben. Auch Manu würgte und hielt sich die Nase zu. "Atme durch den Mund." wies ich ihn an, dann betraten wir die Grotte. Wie Maximilian bereits beschrieben hatte, war sie nicht besonders groß, doch bereits bei meinem ersten Schritt knackte es unter meinem Schuh. Als ich nach unten sah, erkannte ich, dass ich auf einem halb verwesten Arm stand. Angewidert machte ich einen Schritt zur Seite. Manu riss nur erschrocken die Augen auf als er sah, mit was der Boden übersät war. Verunstaltete Leichen starrten uns mit aufgequollenen Augen an, ihre Glieder waren wie im Kampf verdreht und bei den meisten stand der Mund offen. Einige waren noch in einem recht guten Zustand, soweit man das von Leichen behaupten kann. Andere lagen scheinbar schon mehrere Jahrhunderte hier. Der Arm auf dem ich stand, gehörte einer neueren Leiche. Es war ein junger Mann um die 30, er trug eine Brille und eine altertümliche Kamera um den Hals. "Das muss er sein..." flüsterte ich und würgte direkt wegen dem Geruch. "Das ist...das war Maximilian..." Mit ihm zählte ich sechs Leichen in der Grotte. Nach ihm war also noch niemand hier gewesen. Ich drehte mich nach Manu um, doch hinter mir stand niemand mehr. Schnell verließ ich die Grotte und sah den Kleineren ein paar Meter weiter stehen. Er war sehr blass im Gesicht und hielt sich den Magen. Bevor ich den Mund aufmachen konnte, sagte er ruhig: "Er hatte recht. Und ich bin der Siebte. Ich werde so enden wie die in der Grotte." Ich wollte ihn unterbrechen, doch er sprach weiter: "Und das bedeutet, dass du der Achte bist und den Schatz finden wirst." Kurz herrschte schweigen, dann rief ich: "Ich will keinen Schatz! Ich will, dass wir hier lebend wieder wegkommen und das so schnell wie möglich!" (Kommis⬇)

Ich beschloss, das Thema zu wechseln. "Jack wollte dir heute morgen doch etwas zeigen. Wohin seid ihr gegangen?" Manu schniefte und wischte sich eine Träne von der Wange. "In die Richtung von der Grotte..." flüsterte er. "Aber ich wollte dort nicht hin, ich bin umgekehrt. Jack ist dann weggelaufen, ich weiß nicht wo er jetzt ist." Ich dachte kurz nach und sprach dann aus, was mir schon die ganze Zeit im Kopf herumschwirrte. "Lass uns zur Grotte gehen und nachschauen." Manu warf mir einen verächtlichen Blick zu. "Das meinst du jawohl nicht ernst...oder?!" Ich nickte. "Doch. Wie sollen wir sonst herausfinden ob Maximilian recht hatte?" Manu schüttelte den Kopf und biss sich auf die Lippe. "Ich geh da nicht hin Michael. Nein, das mach ich nicht." Ich hatte schon mit dieser Antwort gerechnet. Langsam stand ich auf und ließ meine Finger knacken. "Dann geh ich alleine. Ich bin zu neugierig, um da jetzt nicht hinzugehen." Manu schwieg und sah mich mit seinen grünen Augen an. "Sei vorsichtig..." murmelte er schließlich. "Mhm." Ich nickte und lief dann mit großen Schritten aus der Höhle. Ich war nicht weit gekommen, als ich hinter mir etwas hörte. Noch bevor ich mich umdrehen konnte, hatte mich jemand an der Hand genommen und klammerte sich daran fest. "Ich lass dich nicht alleine gehen." nuschelte Manu und schaute zu mir hoch. Ich grinste nur und wir setzten stumm unseren Weg fort.

Keiner sagte ein Wort. "Lies weiter." sagte Manu irgendwann. "Es gibt jetzt nur noch einen Eintrag..." murmelte ich mit belegter Stimme. Unten auf der Seite fehlte ein Stück Papier, es wurde heraus gerissen.
"20.11.1978
Ich kann der Kraft nicht länger widerstehen. Nächste Nacht wird meine letzte sein, ich weiß es. Ich habe heute einen Zettel geschrieben und ihn im Wald versteckt. Es ist eine Warnung für jeden, der nach mir kommt. 'Lauf, solange du noch kannst.' war der letzte Satz den ich auf den Brief geschrieben habe. Vielleicht kann ich jemanden damit retten. Meine Arbeit hier ist getan, ich bin blind in mein Verderben gelaufen und das wegen einem Schatz. Ich fühle mich so leer....ich habe Angst vor dieser Nacht, Angst vor dem Tod. Wird es wehtun? Hoffentlich geht es schnell. Ich vermache dieses Buch der Nachwelt, verwendet es wie ihr wollt.
Gezeichnet Maximilian Harsch."
Die Seiten danach waren gähnend leer. Es schien, als hätte der Verfasser recht mit seiner Annahme gehabt. Mit schwitzigen Fingern holte ich den Zettel aus der Tasche, den ich vor ein paar Tagen im Wald gefunden hatte. Wortlos hielt ich ihn dorthin, wo ein Stück der Tagebuch-Seite fehlte. Die Abrisslinien passten perfekt zueinander. Manu schaute mich mit glasigen Augen an. Inzwischen schien auch er dem Verfasser der Einträge zu glauben. "Micha...ich habe Angst..." flüsterte er und eine Träne quoll aus seinem Auge. Ich legte ihm eine Hand auf die Schulter. "Brauchst du nicht. Selbst wenn es stimmt was dort steht...wer sagt denn, dass der Siebte nicht schon hier war? Vielleicht finden wir den Schatz!" Ich grinste halbherzig, um die Stimmung zu heben, doch Manus Gesicht wurde immer dunkler. "Micha...es hat einen Grund, warum nur ich nachts diese Kraft spüre. Du nicht, du bist nicht betroffen. Kapierst dus nicht?! Ich bin der Siebte!". Die Worte schnitten die Luft wie ein Messer und Manus Stimme hallte in meinem Kopf wieder. Tief im Inneren wusste ich, dass er recht hatte doch ich wollte es nicht zugeben.

Das Buch zitterte in meinen Händen, als ich aufhörte zu lesen. Für ein paar Augenblicke herrschte Stille, dann sprach Manu: "Du glaubst diesen Quatsch doch nicht wirklich...oder?" Ich zuckte mit den Schultern. "Ich weiß es nicht...lesen wir einfach weiter."
"19.11.1978
Heute Nacht war die Kraft sehr stark. Sie hat mich bis zum Eingang der Grotte gezogen, bis ich widerstehen konnte. Ich werde das Gefühl nicht los, dass das etwas mit dem Fluch zu tun hat. Also habe ich mir heute Mittag ein Herz gefasst und bin zu dieser Grotte gelaufen. Dieser seltsame Rauch riecht übel, wenn man ihn einatmet. Die Grotte war nicht tief, doch ich habe in ihr eine erschreckende Entdeckung gemacht. Auf dem Boden lagen Leichen, doch das ist es nicht, was mir solche Furcht macht. Es waren genau fünf Leichen. Es ist sicher, dass ich der Sechste bin, der auf der Suche nach dem Schatz ist. Ich werde sterben durch den Fluch, so wie der, der nach mir kommt. Die Grotte wird mich holen, ich kann spüren dass die Kraft immer stärker wird. Wie gerne würde ich mein Wissen mit der Welt teilen, doch was bleibt ist dieses Tagebuch.
Gezeichnet Maximilian Harsch."

Ich schrak hoch und blickte direkt in Manus giftgrüne Augen, die mich wüntend anfunkelten. "Was denkst du was du da tust?! Wir haben gesagt wir warten drei Nächte!" Ich schluckte schwer und senkte den Blick. "Ich weiß Manu, tut mir leid. Aber ich kann dir mit Sicherheit sagen, dass der Besitzer des Buches nicht mehr unter uns weilt." Ich zeigte im das Datum des ersten Eintrags. "Schau, es ist von 1978". Manu beruhigte sich ein wenig, doch er schob schmollend seine Unterlippe vor. "Sei nicht beleidigt, du musst dir unbedingt durchlesen, was hier steht." sagte ich und hielt ihm das Buch vor die Nase. Zögerlich griff er danach und studierte Zeile für Zeile. Einige Zeit später schaute er hoch, starr geradeaus an die Höhlenwand. "Michael..." flüsterte er. "Michael, genau so habe ich mich auch gefühlt...". Ich nickte. Unsere Blicke trafen sich, Angst traf auf Neugier. "Lass uns weiterlesen...ich lese vor." meinte ich schließlich. Wenig überzeugt nickte Manu und mir machten es uns zu zweit auf einem Felsvorsprung bequem. Ich räusperte mich kurz und begann mit dem nächsten Eintrag.
"18.11.1978
Ich wusste es. Es ist erneut geschehen. Eine seltsame Kraft hat mich zu dieser Grotte gezogen, erst kurz vorher konnte mich mich dagegen stemmen und das Weite suchen. Auf meinem Weg zurück habe ich etwas höchst beunruhigendes gefunden. Es war ein Zettel auf dem etwas zu meinem gesuchten Schatz stand. Ich weiß den genauen Wortlaut nicht mehr, denn ich verlor den Zettel auf meinem Rückweg, doch er lautete in etwa so: 'Ein Schatz liegt verborgen auf dieser Insel, viele werden kommen um ihn zu suchen doch nur einer wird ihn finden können. Verflucht ist diese Insel. Die ersten Sieben, die einen Fuß auf dieses Land setzen, werden jämmerlich vergehen und den Tod finden. Dem Achten jedoch wird der Schatz der Insel offenbart werden. Ihm wird ewiger Reichtum zustehen.' Was mich nun so beunruhigt ist, dass ich nicht weiß wie viele vor mir ihr Glück versucht haben. Mag sein, dass ich der Achte bin. Doch vielleicht bin ich bereits der Zehnte oder schlimmer noch, ich bin unter den ersten Sieben. Ich hätte wissen sollen, dass es einen Fluch gibt. (Kommis ⬇)

Zum Glück.
"16.11.1978
Ich habe überraschender Weise recht gut genächtigt auf dem Felsvorsprung. Es war zwar etwas kalt, aber das Moos hat mich geschützt. Heute Morgen habe ich ein paar Schlucke aus dem Teich in der Höhle getrunken. Das Wasser schmeckt seltsam gut, ich habe noch nie so wundervolles Wasser gekostet wie dieses hier. Anzeichen auf Leben gab es bis jetzt noch nicht, den Affen habe ich auch nicht wieder gesehen. Scheint so, als wäre ich sehr alleine hier auf dieser Insel. Den Tag habe ich genutzt, um die Umgebung der Höhle ein wenig zu erkunden, doch mir ist nichts außergewöhnliches unter die Nase gekommen. Von dem Schatz, wegen dem ich hier bin, gibt es keine Spur. Vielleicht komme ich ja morgen weiter.
Gezeichnet Maximilian Harsch."
Verdutzt kratzte ich mich am Kopf. 'Welcher Schatz?' fragte ich mich und rümpfte die Nase. Doch Maximilian hatte nichts weiter zu diesem Schatz geschrieben, also zuckte ich enttäuscht mit den Schultern und fuhr fort zu lesen.
"17.11.1978
Heute Nacht ist etwas sehr wundersames geschehen. Es war, als würde eine fremde Kraft mich aus meiner Schlafstätte führen. Ich war nicht mehr Herr über meinen Körper, es war erschreckend. Bevor ich etwas dagegen unternehmen konnte, fand ich mich vor der Höhle wieder. Meine Beine steuerten durch den Wald, ohne dass ich es wollte. Nicht einmal schreien konnte ich. Ich weiß nicht wie lange der Spuk gedauert hat, doch irgendwann konnte ich mich aus dieser Starre befreien. Ich war an einer Grotte angekommen, aus der seltsamer Nebel aufstieg. Ich nahm meine Beine in die Hand und lief zurück zu meiner Höhle. Ich konnte den Tag nicht nutzen, um nach dem Schatz zu suchen. Zu erschüttert bin ich von den Geschehnissen der Nacht. Ich habe Angst, dass es wieder passiert.
Gezeichnet Maximilian Harsch."
"Das klingt so wie das, was Manu passiert ist..." murmelte ich leise vor mich hin. "Was klingt so wie ich?" ertönte plötzlich eine Stimme neben mir.

.-.

...Jack kann doch nicht schon so lange auf dieser Insel leben...oder? Ich verwarf diese Gedanken schnell wieder und las weiter.
"Der Affe führte mich zu einer recht kleinen Lichtung im Walde, auf der ringsherum bunte Früchte an den Büschen wuchsen. Freude durchfuhr mich beim Anblick dieser Köstlichkeiten. Ich sah mich nach dem Affen um, doch dieser war bereits verschwunden. Ich griff nach einer der leuchtenden Früchten, eine runde, rote Sorte und biss herzhaft hinein. Ich muss sagen, sie schmecke vorzüglich. Doch noch während ich aß, fiel mir etwas am Rande der Lichtung auf. Ich entdeckte den Eingang zu einer Höhle, mitten zwischen den Bäumen. Ich legte die Frucht vorsichtig in meine Tasche und entschloss mich dazu, die Höhle zu erkunden. Was hatte ich denn zu verlieren? Schnell wurde mir klar, dass die Höhle unbewohnt und ungefährlich war. Vorhin habe ich allerdings kleine Holzschalen entdeckt, die von Menschenhand geschaffen worden sind. Ich weiß nicht, ob die Erschaffer vielleicht noch hier sind. Nun sitze ich hier auf einem moosbewachsenen Felsvorsprung und schreibe diese Worte. Ich bin gespannt, was mich morgen erwartet.
Gezeichnet Maximilian Harsch"
Ich klappte ungläubig das Buch zu. Er beschrieb definitiv unsere Höhle und die Lichtung, zu der Jack uns geführt hatte. Aber mir waren keine leuchtenden Früchte aufgefallen, als wir vor dem Eingang standen. 'Das kann doch alle gar nicht wahr sein. Dieser Person kann doch nicht genau das selbe passiert sein wie uns.' dachte ich und schüttelte den Kopf. Zuerst überlegte ich, das Buch zur Seite zu legen, doch dann überkam mich die Neugier und ich schlug es wieder auf, um weiterzulesen. Zum Glück.

Ich lebe hi.

...ich hoffe es war dafür gedacht gefunden zu werden.' Zitternd öffnete ich die erste Seite. Eine symmetrische und geschwungene Handschrift sprang mir ins Auge und ich holte tief Luft. Zuerst schaute ich auf das Datum, 15.11.1978. Ab da war mir klar, dass der Verfasser des Buches nicht mehr hier sein konnte. Keiner überlebte 39 Jahre auf einer verlassenen Insel. Etwas erleichtert setzte ich mich neben den kleinen Teich und fing an zu lesen. "15.11.1978
Ich befinde mich endlich auf der Zielinsel. Durch einen Sturm habe ich die Hälfte meines Bootes verloren, doch Dank des hohen Wellengangs wurde ich auf einer Holzplanke liegend an den Strand gespült. Zunächst übernachtete ich eine Nacht am Ufer. Es war recht frisch, da ich keinerlei Decken mehr bei mir trug. Auch mein Proviant ist in dem Sturm verloren gegangen. Ich machte mich also auf und fand sehr schnell einen Baum voller mir unbekannter, gelber Früchte. Ich hätte sie gerne gepflückt, doch sie hingen zu weit oben in dem Geäst des Baumes. Niedergeschlagen und mit knurrenden Gedärmen irrte ich weiter umher, bis ich schließlich, dank dem Herrn, eine heruntergefallene Kokosnuss fand. Ich suchte mir einen großen Stein und öffnete die Kokosnuss mit einem gewaltigen Kraftaufwand. Doch sobald ich anfing sie zu essen, geschah etwas merkwürdiges. Ein kleiner Affe sprang aus dem Gebüsch und krallte sich an die Kokosnuss. Ich ließ sie nicht los, natürlich nicht, aber in diesem winzigen Tierchen steckte eine enorme Kraft. Irgendwann gab ich auf und überließ dem Affen die Nuss, doch er sprang nicht wie erwartet davon, sondern zog an meinem Finger. Dabei gab er gar eigenartige Geräusche von sich, wie ein Kreischen klang es in meinen Ohren. Ich erschloss mir, dass ich ihm folgen solle, also tat ich dies." Ich stockte beim Lesen. Ein Affe, der diese Person aufgefordert hatte ihr zu folgen? Konnte das Jack gewesen sein? Ich verwarf diesen Gedanken schnell wieder. Der Aufschrieb ist 39 Jahre alt, Jack kann doch nicht schon so lange auf dieser Insel leben...oder?

Oder?

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