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  Sunriser 4ever 🇫🇮💘 Reine (Hapahaber-Love-) Storyseite 📝🖋📖 🔹Texting a stranger 🔚 🔸Become a stranger again: in Arbeit

-Teil 1246-
„Was? Jetzt fang deinen Vogel bloß wieder ein!“, funkte Sami dazwischen. „Kommt nicht in Frage! Sunrise Avenue hat noch nie ein Konzert abgesagt, nicht mal, als du erkältet warst und mit 39 Fieber nur vor dich hingekrächzt hast! Ich sitze am Schlagzeug! Da muss ich den Fuß nicht belasten. Und der nette Onkel Doktor hier, wird mir was gegen die Schmerzen geben. Nicht wahr, Doc? Das können Sie doch!“ „Natürlich“, meinte der und richtete sich alles zum Nähen her. Ich ging vor Sami in die Hocke. „Glaubst du wirklich, es geht?“ „Mann! Riku hat vor zwei Jahren mit angebrochenem Handgelenk ein Konzert gespielt! Ich schaff das schon! Ich spiele hauptsächlich mit den Händen, nicht mit den Füßen!“ Das stimmte. Vor zwei Jahren hatte sich Riku beim Skifahren das Handgelenk angebrochen und trotzdem gespielt. Seitdem hieß er bei uns „Guitar-Hero“. Aber in einem Punkt hatte Sami bewußt gelogen: Er brauchte den Fuß sehr wohl für die Base-Drum. Doktor Held stellte Sami vor die Wahl: „Es gibt zwei Möglichkeiten. Ich gebe Ihnen doch ein paar Betäubungsspritzen, dann spüren Sie das Nähen nicht und Sie empfinden erst mal keinen Schmerz, haben aber auch beim Laufen kein Gefühl drin. Sie müssten höllisch aufpassen wohin Sie gehen und wie Sie auftreten. Und die Folgen am nächsten Tag könnten schlimmere Schmerzen sein als jetzt. Oder ich gebe ihnen Schmerztabletten mit. Die lindern aber nur bedingt. Sie werden trotzdem noch ordentlich Schmerzen haben. Was Stärkeres kann ich Ihnen nicht geben, denn stärkere Schmerzmittel würden Sie ausknocken und wie ich das sehe, wollen Sie ja genau das vermeiden.“ Sami biss sich nachdenklich auf die Lippe. „Geben Sie mir die Betäubungsspritze. Samu wird mich beim Laufen stützen. - Das tust du doch, nicht wahr?“ „Klar, mein Freund. Wenn es sein muss tragen wir dich auf die Bühne.“ Der Arzt zog die Spritze auf. „Er sollte den Fuß trotzdem so wenig wie möglich belasten. Achten Sie bitte darauf.“ Ich nickte und der Arzt gab Sami die Spritze. Fünf Minuten später nähte er ihn gekonnt zu und verband den Fuß.
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-Teil 1245-
„Nein!“, sagte Sami entschieden. „Sie haben das doch garantiert auch gelernt!“ Der Arzt nickte souverän. „Ich habe meine Assistenz-Zeit in der chirurgischen Notaufnahme verbracht, bevor ich meinen Facharzt gemacht habe, keine Sorge. Darum hat mich Schwester Birgit ja auch angerufen, als Sie ihr Ihre Situation erklärt hatten.“ Der kleine Drachen von der Anmeldung hatte das also bewerkstelligt, obwohl sie mich so zusammengefaltet hatte! Ich musste mich beim Gehen unbedingt bedanken. „Bevor wir nähen, müssen wir erst mal schauen, ob der Nagel den Knochen verletzt hat. Ich lasse Sie zum Röntgen bringen.“ Fünfzehn Minuten später hatten wir ein klares Bild vor Augen: Samis Fuß von innen. „Sie hatten Glück. Der Nagel ging glatt durch, ohne Knochen zu verletzen“, strahlte Doktor Held. „Ich hab mich schon oft verletzt“, meinte Sami, „aber glücklich hab ich mich dabei nie gefühlt. Was passiert jetzt?“ „Jetzt nähen wir das ganze zu.“ „Wie viele Stiche müssen Sie denn machen?“, fragte Sami besorgt. Der Arzt sah sich die beiden Wunden an. „Ich denke wir brauchen einen oben und einen unten.“ „Aber mit örtlicher Betäubung, nicht wahr?“, fragte Sami nervös. „Entschuldigung, Herr Osala, ich will Ihnen wirklich nicht vorschreiben, wieviele Schmerzen Sie zu ertragen haben. Aber bei einer örtlichen Betäubung würde ich Ihnen eine Spritzen oben und eine unten geben. Die Wunde selber ist mit zwei Stichen aber schon genäht! Sie wollen von mir ZWEI Spritzen zur Betäubung um ZWEI Nadelstiche schmerzfrei zu machen, hab ich das richtig verstanden?“ Ich schmunzelte, als ich Samis verblüfften Gesichtsausdruck sah. „Wenn Sie es so formulieren, klingt es tatsächlich absurd.“ Der Arzt nickte. „Sehe ich auch so.“ „Okay, nähen Sie einfach zu und aus die Maus. Ich werde es überleben.“ Der Arzt begann mit seiner Arbeit. Schon bei der Desinfektion des Areals wurde Sami wieder bleich und ihm rann der Schweiß von der Stirn. Ich konnte sehen, dass er unglaubliche Schmerzen hatte. Ich zog Mikko beiseite. „Wir sollten das Konzert absagen, Mikko. Sieh ihn dir an! Er hat Schmerzen wie ein Viech!“ #becomeastrangeragain
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-Teil 1244-
„Tja, mir wäre es auch lieber, Sami würde sein Zeug selber schleppen“, erklärte Riku mit gekrauster Nase. „Sieht so aus, als würden wir heute beide nicht bekommen, was wir wollen.“ Er drehte sich zu den beiden anderen. „Halbe Kompaniiiiiiie ——— Reeechts um!“ Osmo und Raul drehten sich gleichzeitig zur Tür und strafften die Schultern. „Im Gleichschriiiitt ——— Marsch!“ Und schon liefen sie hintereinander wie die Enten aus dem Krankenhaus. „Manchmal mach ich mir um Riku Sorgen“, raunte Mikko mir zu. „Er ist verrückter als du!“ Ich lachte. „Ja, aber auf eine gute Weise.“ Wir folgten Sami in den Behandlungsraum. Doktor Held verabreichte Sami gerade eine Tetanusspritze und eine Schwester machte den provisorischen Verband ab, den die Ersthelfer Sami verpasst hatten. Sofort begannen die Wunden wieder zu bluten. Der Nagel hatte durch die Fußsohle, einmal komplett durch den Mittelfuß gebohrt und war oben wieder raus gekommen. „Welcher Intelligenzbolzen hat den Nagel entfernt?“, wollte Doktor Held wissen. „Das war ich selber“, behauptete Sami. „Wenn man einen Fremdkörper im Leib stecken hat, wo auch immer, den lässt man drin!“ „Der tat weh!“, rechtfertigte sich Sami. „Und er wirkte als Verschluß! Das kann Leben retten!“, gab der Arzt zu bedenken. „Es war nur ein Nagel ...“, meinte Sami kleinlaut. „Na gut. Ändern können wir es eh nicht mehr“, sagte Doktor Held aufgeräumt und untersuchte nun eingehend Samis Fuß. „Das müssen wir nähen“, erklärte er dann fröhlich. „Großartig! Das hab ich mir immer gewünscht!“, tat Sami erfreut. Ich schlug ihm auf die Schulter. „Gut zu sehen, dass dein Humor langsam wieder zurück kommt.“ „Der hat das gesagt, als wäre es die beste Nachricht der Welt!“, meinte er bestürzt. „Oh, ich habe das nur schon eine Weile nicht mehr gemacht“, zwinkerte er. „Ich bin nämlich Augenarzt. Die Kollegen von der Chirurgie verarzten alle gerade ein paar Patienten von einer Massenkarambolage auf der Autobahn. Konzert hin, Privatpatient her - Schwerverletzte gehen nun einmal vor. Darum geht hier auch nichts vorwärts.“ Sami war noch etwas blasser geworden und der Arzt fuhr fort: „Wenn Sie allerdings auf einen chirurgischen Kollegen warten wollen ...“

-Teil 1243-
„Tut mir leid, aber es wird noch dauern. Es scheint was größeres passiert zu sein. Alle Ärzte sind im OP.“ Mikko seufzte und setzte sich resigniert hin. Wir diskutierten wann die letzte Möglichkeit war, das Konzert abzusagen, als ein sehr relaxed dreinblickender Mann mit offenem, weißen Kittel angeschlendert kam. Er wechselte ein paar Worte mit der Schwester, die mir den Kopf gewaschen hatte und kam dann zu uns! „Wo ist das Problem?“ „Noch haben wir keines“, sagte Mikko mit erzwungener Ruhe. „Aber das kann sich ändern. Unser Drummer ist in einen rostigen Nagel getreten, als wir das Bühnenequipment für ein Konzert heute Abend aufgebaut haben. Er braucht ein Röntgenbild, einen Verband und eine Tetanusspritze. Wir müssen noch den Rest aufbauen und den Soundcheck absolvieren, was ohne Drummer fast unmöglich ist, und uns läuft die Zeit davon. Denken Sie, Sie könnten uns irgendwie bei der Lösung dieses Problems behilflich sein?“ Der Arzt sah uns nacheinander mit wachen Augen an. „Sie kenne ich von irgendwoher.“ Raul rollte etwas genervt die Augen. Mir ging es ähnlich. Der Mann sollte nicht reden, sondern Sami verarzten, bitte! Doch der Arzt war die Ruhe selbst. „Sie hängen im Zimmer meiner kleinen Schwester. Sie spielen heute hier in Köln?“ „Oder auch nicht“, seufzte ich und deutete auf Sami. „Dann würde meine Schwester mich töten!“, lächelte der Arzt nun. „Sie hat nämlich Karten. Es ist ihr erstes Konzert.“ Das war ja alles ganz toll, aber ich wünschte der Kerl würde in die Puschen kommen! „Großartig! Wir haben noch dreißig Minuten, bevor unser Zeitplan in sich zusammenfällt, wie ein Kartenhaus. Denken Sie, Sie kriegen das hin?“, fragte Mikko nervös. Ihm brannten, wie uns, die verrinnenden Sekunden unter den Nägeln. Doktor Held, wie sein Namensschild ihn betitelte, setzte sein strahlendstes Zahnpastalächeln auf, holte einen Rollstuhl und bat Sami sich hineinzusetzen. Dann schob er ihn in ein Behandlungszimmer. „Riku, Osmo und ich fahren vor“, erklärte Raul mir und Mikko. „Dann ist zumindest alles aufgebaut.“ „Passt mit Samis Schlagzeug auf. Er ist da eigen“, erinnerte Mikko die Jungs, während ich Raul die Autoschlüssel aushändigte.

-Teil 1242-
„Ich gebe dir gleich Bagatelle!“, knirschte Sami. „Ja, Bagatelle!“, sagte ich wieder. „Schmerzhaft, aber du wirst definitiv überleben!“ Ich wandte mich an die Krankenschwester: „Vorausgesetzt er bekommt seine Tetanusspritze. Also, würde es Ihnen etwas ausmachen mir irgendjemanden mit einer Arztausbildung hierher zu bringen, der es eventuell nicht als Zumutung ansieht seine Kaffeepause für zehn Minuten zu unterbrechen, um unseren Freund hier zusammen zu flicken, damit wir dieses fucking Konzert geben können? BITTE!“ Ich bemerkte sofort, dass ich übers Ziel hinaus geschossen war. Waren die Augen der Krankenschwester bei meinen ersten Worten noch verständnisvoll auf mich gerichtet, bedachte sie mich jetzt mit einem Blick, den man aufbrachte, wenn man etwas Ekliges auf einem Toilettensitz klebend vorfand. „Ich kann ihre Notlage durchaus verstehen, Herr ...?“ „Haber, Samu Haber“, antwortete ich. „Wie auch immer“, sagte sie kalt. „Wenn Sie mit Ihrer Äußerung andeuten wollen, dass wir unsere Patienten absichtlich hier warten lassen, damit unsere Ärzte in der Nase bohren können, dann sind Sie schief gewickelt!“, schnappte sie erbost und ich wurde rot. „Das wollte ich gar nicht ...“ Sie unterbrach mich. „Ihren Promi-Status und ihre versteckten Drohungen können Sie sich dahin stecken, wo keine Sonne scheint! Unsere Chirurgen befinden sich gerade ALLE im OP! Es mag Ihren Fans vielleicht nicht gefallen, wenn ein Konzert ihrer geliebten Idole abgesagt wird, aber mich schreckt eher der Gedanke, was die Angehörigen der fünf Schwerverletzten sagen würden, wenn wir wegen einer Bagatellverletzung Ihres Freundes einen Chirurgen aus einem der OPs holen, damit SIE ein Konzert geben können! Hier kämpfen gerade fünf Menschen ums Überleben. Seien Sie dankbar, dass Ihr Freund nicht dazu gehört! Und wenn Sie glauben, ein Konzert wäre wichtiger als ein Menschenleben, dann sollten Sie dringend Ihre Prioritäten neu überdenken!“ Ich wurde ziemlich kleinlaut. „Entschuldigung. So habe ich das gar nicht gemeint ...“, versuchte ich die Krankenschwester zu beschwichtigen. „Ich bin nur wirklich etwas verzweifelt.“ ⬇️⬇️⬇️

-Teil 1241-
„Das wollen wir ja mal sehen!“, knurrte Mikko und ging zum Tresen. „Kann ich mal mit ihrem Oberarzt sprechen?“, verlangte er. „Selbstverständlich. Doktor Schön operiert gerade und hat in etwa einer Stunde für Sie Zeit“, meinte eine ältere Schwester schnippisch. „Warum, zum Teufel, musst du an einem Samstag auf einen Nagel treten?“, fragte Mikko. „Werktags hätten wir einfach in irgendeine Arztpraxis gehen können und wären in zwanzig Minuten raus!“ „Oh! Ich bitte untertänigst um Entschuldigung!“, maulte Sami ironisch. „Ich werde es in meinem Terminplan eintragen: ‚Rostige Nägel nur montags bis freitags, von acht bis siebzehn Uhr!‘“ Mikko winkte beschwichtigend ab: „Sorry. Du kannst ja nix dafür. Aber das ist schon ärgerlich!“ „Vor allem für Sami“, unkte Riku. „Musst du eigentlich zu allem deinen Senf abgeben?“, fuhr Mikko ihn an. „Eeeyyyy, nur weil der Ponyhof heute zu hatte, brauchst du deine schlechte Laune nicht an mir auslassen“, meinte Riku beleidigt. „Obwohl ich diese Übersprungsreaktion irgendwie verstehen kann, hebt das nicht gerade die allgemeine Stimmung. Und überhaupt, wenn das einer darf, dann nur Sami!“ „Schluß jetzt!“, knurrte Raul und seufzte dann: „Nächstes Mal fahre ich mit Mia, Lena, Riika und Maja auf Tour. Die sind leichter zu bändigen.“ „Ich hab doch gar nix gemacht!“, stellte Osmo klar, der wohl nicht durch ein Kleinkind ersetzt werden wollte. „Dich behalte ich ja auch!“, stellte Raul klar und bekam dafür von Osmo einen Daumen nach oben. „Lasst uns einfach wieder gehen“, raunte Sami uns zu. „Ich kann morgen immer noch zum Arzt gehen!“ Ich musste was unternehmen, bevor wir hier alle vor Nervosität ausrasteten, oder Sami irgendwas Dummes tat, wie weglaufen, zum Beispiel. Daher wandte ich mich nun an die jüngere der beiden Krankenschwestern. „Entschuldigen Sie, bitte. Ich weiß, Sie haben viel zu tun. Aber wir haben es wirklich unglaublich eilig. Wir spielen heute Abend ein Konzert in der Lanxess-Arena und die ist ausverkauft. ⬇️⬇️⬇️

-Teil 1240-
„Was kann ich für Sie tun?“, fragte eine grauhaarige Krankenschwester am Tresen, in so einem desinteressierten, nasalen Ton, dass sie mir sofort unsympathisch war. Sami ließ Riku abrupt los und drehte sich der Frau zu. „Gerettet von einer Krankenschwester“, murmelte Raul Riku ins Ohr. „Du hast mehr Glück als Verstand.“ „Tja, das Glück ist ein Rindvieh und sucht seinesgleichen“, murmelte ich aus dem Mundwinkel. Osmo versuchte krampfhaft nicht zu lachen, während Sami auf englisch versuchte sich verständlich zu machen. „Ich bin in einen rostigen Nagel getreten und unsere Ersthelfer meinten, ich muss hierher um eine Röntgenaufnahme und eine Tetanusspritze zu bekommen. Ich wäre Ihnen sehr verbunden, wenn das schnell ginge. Wir haben nämlich in …“, Sami sah auf die Uhr, „… in fünfeinhalb Stunden einen Auftritt und wir müssen noch den Sound-Check machen.“ „Auftritt?“, fragte die Krankenschwester verwirrt. „Jawohl Ma‘am!“, sagte Riku und verbeugte sich. „Wir sind die SAve-Boys, auch bekannt als finnische Rockband Sunrise Avenue und wir spielen hier in Köln in fünfeinhalb Stunden vor ausverkauftem Haus, was etwas schwierig wird, wenn Sie unseren Drummer nicht rechtzeitig zusammenflicken.“ „Ich sehe zu, was ich für Sie tun kann“, sagte die Schwester gelangweilt, doch ihr Gesicht zeigte uns, dass sie nicht meinte was sie sagte. „Ich bin Privatpatient. Beschleunigt das die Sache etwas?“ „Ich sagte, ich sehe, was ich für Sie tun kann!“, murrte sie nun. Nach einer halben Stunde Wartezeit wurde ich nervös. „Okay. Wie wäre es, wenn Riku, Raul und Osmo zurück zur Lanxess-Arena fahren und schon mal alles für den Sound-Check vorbereiten, während Sami und ich hier warten?“ Die Jungs sahen sich fragend an und nickten dann. In diesem Moment kam Mikko rein gestürmt. Er sah sich in dem Wartebereich um, in dem außer uns noch etwa fünf andere Patienten warteten. „Warum seid ihr noch nicht drin? So eine Röntgenaufnahme und eine Spritze dauern doch maximal zwanzig Minuten!“ „Das liegt nicht an uns, Chef!“, meinte Riku. ⬇️⬇️⬇️

-Teil 1239-
„Jetzt kriegst du erst mal ne Tetanusspritze“, stellte Riku klar. „Ich hasse Spritzen! Ich hasse rostige Nägel! Und ich hasse DICH!“, maulte Sami Riku an. „Nein, Bro. Du liebst mich! Das hast du nur gerade vergessen. Ist wohl etwas von dem Rost an dem Nagel bis in dein Gedächtnis vorgedrungen“, spottete Riku. Sami sah mich beschwörend an. „Samu, sag ihm, er soll die Schnauze halten, sonst müssen wir uns nen neuen Gitarristen suchen! Ich schwör’s!“ „Dazu musst du mich aber erst mal kriegen, Hinkebein!“, lachte Riku vergnügt. Raul stieß Riku in die Rippen. „Lass gut sein, Mann! Sami hat heute keinen Humor!“ „Ach, darum macht er so ein verbiestertes Gesicht! Da bin ich ja erleichtert. Ich dachte schon, es liegt an mir!“ Riku zwinkerte Raul zu, der schmunzelnd den Kopf schüttelte. „Du lebst gern gefährlich, oder?“ „Nein! Aber ich habe nicht vergessen, wie Sami mich zusammen mit Siim in den Pool geworfen und sich hinterher totgelacht hat! Ich hätte ertrinken und erfrieren können! Oder hinterher an einer Lungenentzündung sterben! Hat ihn das interessiert? Nein! Karma is a bitch und es hat zurück geschlagen“, rief Riku triumphierend. „Ich schlag auch gleich zurück“, murmelte Sami, während wir ihn in die Notaufnahme bugsierten. „Du kannst schwimmen und es hatte achtundzwanzig Grad! Von wegen ‚ertrinken‘ und ‚erfrieren’! Und außerdem hattest du das verdient!“ „ICH?! Wo ich doch niemandem niemals gar nie nichts zuleide tue!“, tat Riku schockiert. „Warum, Gott, gibt es hier keinen Pool?!“, rief Sami in komischer Verzweiflung gen Himmel, als wir an der Anmeldung ankamen. „Jetzt halt schon den Rand, Riku! Du siehst doch, dass es ihm grade nicht gut geht! Also sei jetzt still, bevor deine zwei Töchter zu Halbwaisen werden!“ „Ach, ich glaub nicht, dass unser Teddybär sich an Riina vergreift“, meinte Riku fröhlich. „Also keine Gefahr.“ In Samis Augen glomm Mord, als er sich zu Riku drehte und ihn am Revers packte. Der zuckte erschrocken zusammen, hob beide Hände und versuchte sich aus dem Griff zu befreien. „Du wirst mich doch nicht hauen! Ganz ruhig, Brauner!“ #becomeastrangeragain
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-Teil 1238-
„Was musst du auch in einen rostigen Nagel treten!“, schüttelte ich fünfzehn Minuten später, vor der Uniklinik Köln, den Kopf. Sami stützte sein volles Gewicht auf meine Schulter, auf der anderen Seite half ihm Osmo. „Ach weißt du, der stand so aufmüpfig in der Gegend rum, da dachte ich mir, den machst du platt!“, knurrte Sami, allerdings mit nur sehr wenig Humor in der Stimme. Um ehrlich zu sein, es war kein Funke Humor darin. „Das hat weh getan!“, meinte Riku mit echtem Bedauern in der Stimme. „Das kannst du laut sagen. Das tut Scheiße weh!“, jammerte Sami. „Ich rede doch nicht von dir, sondern von dem armen Nagel!“, rief Riku theatralisch. „Einfach platt gewalzt, von einem zweihundert Pfund schweren Drummer! Der war doch klar im Nachteil! Der konnte nicht mal weglaufen! Ich kann direkt vor mir sehen, wie dem armen Kerl vor Schreck die Augen aus dem Kopf geploppt sind, als er realisieren musste, dass du gleich auf ihn drauf latscht. Schämst du dich nicht? Der hinterlässt bestimmt Frau und Kinder!“ „Mann, wie kommst du nur mit deiner Meise klar?!“, fragte Sami grantig. „Es ist schwierig!“, lachte Riku. „Aber ich ertrage es tapfer! Im Gegensatz zu DIR, heule ich nicht rum!“ „Dir tut ja auch nix weh! ... NOCH nicht!“ erzürnte sich Sami. „Es könnte schlimmer sein“, behauptete Riku nun. „Wie das?“, fragte Raul, der einen durchbohrten Fuß von einem rostigen Nagel schlimm genug fand. „Er hätte sich in den Nagel SETZEN können. Da hätten wir aber ein echtes Problem!“ „Hä? Muss ich das verstehen?“, fragte Raul wieder. „Na, kennst du hier in Köln nen Arscheologen?“, grinste Riku. Raul und ich lachten, doch Sami fand das gar nicht komisch. „Er hat schon wieder nen Clown gefrühstückt!“, stöhnte Sami. „Dafür hast du deinen anscheinend nicht angerührt! Der Clown ist die wichtigste Mahlzeit des Tages! Merk’s dir endlich!“, konterte Riku. „Halt’s Maul, du Komiker, oder deine Zahnbürste greift morgen ins Leere!“, zischte er und humpelte vorsichtig weiter.
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-Teil 1237-
„Seid ihr irre?“, fragte Sami. „Wir haben noch nicht alles aufgebaut! Wir müssen noch den Sound-Check machen. Die Vorstellung beginnt in sechs Stunden! Wir haben keine Zeit für sowas!“ „Sei vernünftig, Sami!“, schaltete sich Mikko ein. „Peter und Simon haben recht. Das ist zu gefährlich. - Lasse“, wandte er sich an unseren Fahrer, „du bringst ihn ins Krankenhaus. Ich organisiere hier noch ein paar Sachen und komme dann nach.“ Doch Sami schaltete auf stur. „Ich bleibe hier, wo ich hingehöre!“, knurrte er und versuchte sich hoch zu rappeln. Er konnte jedoch nicht auftreten und sackte sofort wieder zu Boden. Lasse versuchte ihm hoch zu helfen, wurde aber von Sami mit einem so bösen Blick bedacht, dass er wieder zurück wich. So ein Sturkopf! Ich beschloss selber Hand anzulegen und den unwilligen Patienten ins Krankenhaus zu fahren. Ich hatte keine Angst von Sami gebissen zu werden. Der konnte zwar scheissgrantig werden, aber war ansonsten sanft wie ein Lamm. Das wußten nur die meisten nicht. Resolut ging ich zu ihm und fasste nach seinem rechten Arm. „Lass mich in Ruhe, Labertasche! Ich gehe nirgendwo hin!“ „Du gehst ins Krankenhaus!“, bestimmte ich. „Und wenn ich dich eigenhändig ins Auto tragen muss!“ „Du und welche Armee?“, knurrte Sami. Osmo, Mikko, Riku und Raul traten einen Schritt näher heran und die gesamte Crew tat es ihnen nach, alle mit gestrafften Schultern und entschlossenem Blick. Genervt hob Sami die Arme. „Na, gut! Na, gut! Ihr habt gewonnen! Ich gehe ins Krankenhaus! Aber nur unter Protest!“ „Unter was auch immer - Hauptsache du gehst“, murmelte Mikko. Ich zog an Samis rechtem Arm, um ihm aufzuhelfen. Sofort sprang Osmo mir bei, griff sich den linken und zusammen hievten wir ihn hoch. Kaum stand er, versuchte er zu entwischen. Doch mit der Geschwindigkeit einer Schnecke hatte er Pech. Ich hielt ihn eisern fest. „Samu, bring DU ihn ins Krankenhaus, wenn er sich so anstellt. Vielleicht hört er ja auf dich“, seufzte Mikko. Ich war einverstanden und bugsierte Sami mit Osmos Hilfe nach draußen. ⬇️⬇️⬇️

-Teil 1236-
Der Nagel hatte Samis Fußsohle durch den Schuh hindurch durchbohrt und war am Fußrücken wieder ausgetreten. Ich konnte die Löcher sehen. „Jesus Christ!“, raunte ich entsetzt. „Ich glaube nicht“, sagte Riku, der sich vom ersten Schreck erholt zu haben schien. „Dazu fehlen ihm Löcher am anderen Fuß und an den Händen.“ Riku besaß mal wieder das Feingefühl einer Kreissäge und ich sah ihn ungläubig an. Der verstand meinen Blick absichtlich falsch und setzte nach: „Is so! Ich hab nachgesehen! Ist wohl doch nur Sami.“ „Verdammt, Riku“, stöhnte Sami mit zusammengebissenen Zähnen, „ich hab für deinen kranken Humor grad echt nix übrig! Also tu mir den Gefallen und mach den Kopf zu!“ Er legte sich beide Hände übers Gesicht und murmelte: „Scheiße! Tut das weh!“ Auf seiner Stirn standen Schweißperlen und er war so blass, dass selbst ein Geist neidisch werden konnte. „Bringt mal etwas Wasser!“, rief Mikko Richtung Backstage. Lau kam angerannt mit einer Flasche Mineralwasser. Lau war der Sänger unserer Vorband. Sie hieß Carpark North und bestand aus drei coolen, dänischen Jungs, die eine Mischung aus Synth-Rock und Elektropop spielten. Ich hatte sie mir im Winter zusammen mit Susi angesehen und war sofort begeistert gewesen und als ich ihnen den Vorschlag zum Support unserer Band unterbreitete, waren sie Feuer und Flamme. „Was ist passiert?“, fragte Søren, der für die Gruppe am E-Bass und Synthesizer spielte, besorgt. „Sami hat sich böse verletzt“, erklärte Raul. „Er hat sich nen Nagel durch den Fuß gerammt. Wo kommt dieses Drecksteil eigentlich her? Was hat das hier zu suchen?“ Jeder, der es bis jetzt nicht mitbekommen hatte, zuckte zusammen, und Morten, der Schlagzeuger unserer Vorband, fragte skeptisch: „Glaubst du, er kann heute Abend spielen?“ „Und wie der spielt!“, bemerkte Sami energisch und trank zittrig einen Schluck Wasser. „Das Konzert ist ausverkauft! Ich lass mich doch von so nem dämlichen Nagel nicht ins Aus manövrieren!“ Peter, der ihm inzwischen einen Verband angelegt hatte, schüttelte den Kopf. „Wann hattest du deine letzte Tetanusspritze?“ „Das könnte schon etwas her sein“, gab Sami kleinlaut zu. ⬇️⬇️⬇️

-Teil 1235-
Das war Sami! Es wurde mucksmäuschenstill in der Halle, und plötzlich ließ jeder das fallen, was er gerade in der Hand gehalten hatte und rannte zum Graben. Ich natürlich auch. „Zieh ihn raus!“, knurrte Sami mit zusammengebissenen Zähne. „Zieh ihn raus!“ „Ich weiß nicht, ob das eine gute Idee ist“, hörte ich Raul zweifelnd murmeln. „Ich scheiß auf das was du weißt oder nicht weißt! TU ES!“, brüllte Sami, und im nächsten Moment schrie er wieder wie am Spieß. „Sami!“, hörte ich Riku entsetzt rufen, der neben dem Graben kniete, und kurz darauf Osmo „Oh fuck“, murmeln. „Geh mir doch aus dem Weg!“, blökte ich einen Tontechniker an, der wie erstarrt, mit leicht grünem Teint, am Rand hockte und wie hypnotisiert nach unten sah. Nach meiner Aufforderung trollte er sich leicht schwankend nach draußen, wobei er sich den Mund zu hielt. Als ich endlich selbst am Graben stand, konnte ich erst mal gar nichts sehen, weil Rauls Kopf im Weg war. „Was ist los da unten?“, wollte ich nervös wissen. „Warum hat Sami so geschrien?“ Raul hob den Kopf und mir wurde etwas anders, als ich sah, dass seine Hand voller Blut war. „Oh mein Gott, was ist passiert!“ Ich drehte mich zum Versorgungszelt hinter der Bühne und schrie: „SANITÄTER!“ Das weckte auch Mikko auf, der bis gerade eben mit der Security diskutiert hatte. Er rannte Peter und Simon, den beiden Sanitätern, hinterher, die sofort los gesprintet und in den Graben gesprungen waren. „Raul! Bist du …?“ „Mir geht’s gut!“, winkte er ab. „Das ist Blut!“ Raul besah seine Hand und meinte: „Das ist nicht mein Blut, sondern Samis.“ „WAS?!“ „Er ist volle Granate auf einen Nagel gesprungen.“ Raul hielt Mikko einen mindestens fünf Zentimeter langen, dicken Nagel entgegen, der ziemlich rostig aussah. „Ist das Blut?“, fragte ich. „Ja, und Rost“, erklärte Raul. Die Sanitäter hatten Sami inzwischen aus dem Musikgraben gehievt und baten ihn, sich hinzulegen. Er war leichenblass. Simon zog ihm vorsichtig den linken Turnschuh aus. Eine blutige Socke kam zum Vorschein, und als auch die ausgezogen war wurde mir tatsächlich schlecht.
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