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  Sunriser 4ever 🇫🇮💘 Reine (Hapahaber-Love-) Storyseite 📝🖋📖 🔹Texting a stranger 🔚 🔸Become a stranger again: in Arbeit

-Teil 1413-
Es waren mehrere Päckchen in der Tüte, die durchnummeriert waren. Aha! Anscheinend musste man die Dinger in der richtigen Reihenfolge öffnen. Ich trank vorsichtig einen weiteren kleinen Schluck Kaffee, schnappte mir die Tüte, setzte mich auf‘s Bett, rieb mir die Hände und suchte Päckchen Nummer eins. Es war schwer. Ich schüttelte es. Irgendwas Flüssiges. Das war eine Flasche. Whiskey? Wein? Ich riss das Päckchen auf und zu meiner Überraschung fand ich eine Liter-Flasche Coca Cola darin. Ein Post-it darauf sagte: „Für müde Momente“. Päckchen zwei war winzig. Ich riss es auf und fand ... „Ohropax?“, fragte ich verblüfft. Ein weiteres Post-it erklärte: „Lärmkiller“. Stirnrunzelnd wandte ich mich Päckchen Nummer drei zu. Es handelte sich um einen Sechser-Pack Kinderschokolade, beschriftet mit: „Nervennahrung“. Als nächstes kam eine Zeitschrift für Minivans. Ich war mit meinem BMW eigentlich ganz zufrieden, danke, aber auf dem Notizzettel darauf stand: „Lektüre für schlaflose Nächte“. Auf Päckchen fünf klebte der Zettel außen: „Für den ersten Schock“, und im Inneren befand sich eine kleine Flasche Jack Daniels. Schock? Schock weswegen? Das letzte Päckchen war auch wieder recht klein. Ich fasste in den Karton und zog zwei Babysöckchen raus. Darauf klebte ein Zettel: „Gegen kalte Füße!!!“ „Die sind wohl ein bisschen zu klein, oder?“, lachte ich kopfschüttelnd. Also das hier war mit Abstand eines der bizarrsten Geschenke, die ich je von einem Fan bekommen hatte - eingeschlossen der „Ich-möchte-ein-Kind-von-dir“-Briefe - und ich wusste nicht so recht, was ich damit anfangen sollte. Ich blickte verwirrt auf das merkwürdige Sammelsurium von Gegenständen, nebst kryptischer Nachrichten und schüttelte lachend den Kopf. Ich stand auf, trank meinen Kaffee aus und bemerkte eine Schrift im Boden der Tasse. Prompt verschluckte ich mich und hätte das Tässchen beinahe fallen lassen. Dem Erstickungstod nahe und mit tränenden Augen realisierte ich, während mir Kaffee aus der Nase lief, was da in der Tasse stand: „You‘re going to be a Daddy!“, und mein Herzschlag setzte für eine Sekunde aus. „WHAT ...?“, krächzte ich atemlos. ⬇️⬇️⬇️

-Teil 1412-
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Am nächsten Morgen fühlte ich mich wie gerädert. Ich hatte die zweite Nacht in Folge wenig geschlafen und hatte tierische Kopfschmerzen. Ich quälte mich aus dem Bett. Als mein Blick aber auf die schlafende Susi fiel, die vom Liebesspiel noch völlig zerzaust war, musste ich doch lächeln. Sie hat Ja gesagt! Ich wurde vor stolz zehn Zentimeter größer und merkwürdigerweise wurde mir die Brust eng und mir brannten die Augen. Ich machte mir erst gar nicht die Mühe mir die Tränen aus den Augen zu reiben. Die Frau, die ich liebte, würde mich heiraten, verdammt nochmal! Da durfte man schon mal emotional werden. Ich beugte mich zu ihr und hauchte ihr vorsichtig, ohne sie zu wecken, einen sanften Kuss auf die Nase. Jetzt brauchte ich erst mal eine Dusche. Auf dem Weg dorthin fiel mein Blick wieder auf die Plastiktüte, auf der mein Name stand und ich wusste genau, was ich hinterher tun würde. Aber erst musste ich mal in die Gänge kommen. Ich nahm eine Dusche, die ich am Ende für zwei Minuten auf kalt stellte, um die restlichen Hirnmotten zu vertreiben. Als ich, mit einem Handtuch um die Hüften, aus dem Bad kam, sah ich auch Susi schon geschäftig im Zimmer hantieren. Sie hatte Kaffee aufs Zimmer bestellt, was ich etwas merkwürdig fand, weil wir eh frühstücken gehen würden. Doch ich beschwerte mich nicht. Kaffee war eine ausgezeichnete Idee. „Ich hab dir ne Tasse auf den Tisch gestellt“, sagte sie und verschwand nun ihrerseits im Bad. Konsterniert sah ich ihr nach. Sie hatte es vermieden mich anzusehen, und schien ziemlich angespannt zu sein. „Ist alles okay bei dir?“, wollte ich besorgt wissen. „Was?“, fragte sie und sah mich mit großen Augen an. „Ach so! Ja. Alles gut. Ich muss nur eben ...“ Sie deutete auf die Toilette, verschwand im Bad und schloss die Tür. Komisches Verhalten! Ob ihr wieder schlecht war? Mir kam gerade, dass ich sie nicht gefragt hatte, wann sie denn nun endlich zum Arzt gehen wollte. ⬇️⬇️⬇️

-Teil 1411-
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Susi war gerade am Wegdämmern gewesen, als sie Samus tiefe Stimme hörte: „Heirate mich.“ Schlagartig war sie glockenwach. Hatte er das wirklich gesagt? Sie riss die Augen auf, setzte sich langsam auf, knipste wie in Zeitlupe das Deckenlicht an und blickte Samu völlig überwältigt in die Augen. „E- ... Entschuldige, WAS hast du gerade gesagt?“, wisperte sie fassungslos. Samu blinzelte, versuchte seine Augen, trotz der plötzlichen Helligkeit, auf ihre zu richten, griff nach ihren Händen und wiederholte: „Heirate mich! Bitte!“ „Ist das dein Ernst?“, hauchte sie. Nun setzte er sich ebenfalls auf und kratzte sich etwas unbeholfen am Kopf. „So war das nicht geplant“, murmelte er verlegen. „Eigentlich wollte ich Kerzen und Champagner und einen riesigen Diamantring und Blumen, und dann wollte ich ganz konventionell vor dir auf die Knie gehen. Das ist mir jetzt so raus gerutscht. Entschuldige.“ „Aber du meinst das ernst! Das ist jetzt kein Gag und du sagst nachher ‚April, April‘?“ „Es ist August, Süße. Und mit sowas scherzt man nicht! Das wäre extrem unsensibel.“ „Du willst mich wirklich heiraten?“, krächzte sie und schon liefen ihr die ersten Tränen aus den Augen. Susi konnte es nicht fassen! Da waren die Worte gewesen, nach denen sie sich so gesehnt hatte, OHNE dass er von dem Baby wußte! Einfach, weil er sie liebte! Susi freute sich unglaublich und konnte die Tränen nicht zurück halten. „Oh, Scheiße!“, stöhnte Samu, als er die Tränen sah. „Nicht weinen, Schatz. Du musst nicht Ja sagen! Wir können auch so weiter machen, wie bisher. Was bin ich für ein Trottel! Bitte weine doch nicht...“ Susi schüttelte den Kopf und versuchte zu sprechen, doch sie brachte nichts raus. „Weißt du, ich brauche dieses Papier nicht unbedingt! Ich bin auch so zufrieden!“ Das stimmte nicht. Samu war schon enttäuscht, dass Susi die Aussicht ihn zu heiraten zum Heulen fand. Was hatte er falsch gemacht? Oder war Susi immer noch unsicher wegen Ines? Was war er für ein Depp! Doch plötzlich stürzte sie sich in seine Arme, so dass er hinten über kippte und sie auf ihm landete. ⬇️⬇️⬇️

🔥Teil 1410🔥
Es fühlte sich an, wie nach Hause kommen. Mein Herz schwoll an vor Liebe und Sehnsucht und es wunderte mich, dass es trotz dieser Masse an Emotion noch schlagen konnte. Plötzlich hatte ich einen irrsinnigen Druck in der Brust und realisierte, dass ich den Atem angehalten hatte! Langsam atmete ich aus und zog mich fast komplett von Susi zurück, nur um wieder ganz in sie einzudringen. Susi spreizte die Beine weiter und hob die Schenkel etwas an und ich glitt noch tiefer in sie. Ich bewegte mich in ihr mit langen, sanften, gleichmäßigen Stößen und verharrte immer erst, bevor ich mich zurückzog. Doch natürlich wollte ich mehr, und Susi auch. Sie kam mir fordernd entgegen und legte schließlich ihre Beine um meine Taille. Ich sah ihr in die Augen, die im Schein der Nachttischlampe wie pures Gold aussahen und dann küsste ich ihr Gesicht, hielt schließlich neben ihrer Wange inne und knabberte an ihrem Ohr. Susi erschauerte und zog das Genick ein. „Das kitzelt“, lachte sie und schob mich etwas weg. In ihrem Blick loderte nach wie vor ein Feuer, sie stieß ein paarmal mit ihrem Becken gegen mich und grinste mich jetzt herausfordernd an. „Was ist los hier? Bist du eingeschlafen?“ Sie schielte nach unten, wo wir verbunden waren und fragte erschrocken: „Ist er tot? Ich könnte eine Mund zu Mund Beatmung probieren.“ Ich musste lachen. Dieses kleine Biest! „Ein sehr verführerischer Vorschlag“, zwinkerte ich ihr zu, „aber das wäre mein Untergang.“ Ich drückte meine Lippen wieder auf ihre und nahm meinen Rhythmus wieder auf - schneller diesmal - und ließ mich von der Lust und Susis kehligen Lauten anfeuern. Ich fühlte wie die Spannung in mir zunahm, spürte ein Pulsieren in meinen Lenden und vernahm außer dem Rauschen des Blutes in meinen Ohren kein Geräusch mehr. Ich explodierte regelrecht und gelangte zu einem überwältigendem Höhepunkt. Wohlig ermattet sank ich auf Susi nieder und versuchte zu Atem zu kommen. Auch sie keuchte immer noch. Nach ein paar Minuten drückte sie gegen meine Schultern. „Dreh dich etwas zur Seite“, verlangte sie. „Du zerquetscht mich.“ ⬇️⬇️⬇️

🔥Teil 1409🔥
Sie kam zu mir in die Kabine, legte mir die Arme um den Nacken und zog mich zu einem Kuss zu sich hinunter. Fast gierig verschlang ich ihre Lippen und umfasste mit den Händen ihre Brüste. Susi seufzte leise und fuhr mir mit der Zunge über die Lippen. Ich vertiefte den Kuss, wollte ihr so nah sein wie möglich und beschloss, dass die Dusche warten konnte. Die lief ja schließlich nicht weg! Ich hob Susi auf die Arme, trug sie aus der Kabine zurück ins Schlafzimmer und ließ sie vorsichtig aufs Bett gleiten. Sofort streckte sie die Arme nach mir aus. Ich ließ mich nicht lange bitten, krabbelte zu ihr aufs Bett und küsste sie innig auf die Lippen. „Ich liebe dich“, flüsterte ich ihr ins Ohr. „Zeig mir, wie sehr“, hauchte sie zurück. Ich übersäte ihren Hals mit unzähligen Küssen, streichelte zärtlich mit den Fingerspitzen ihre Brüste, ihren Bauch und ihren Po. Susi erschauerte erregt, öffnete einladend die Schenkel und erkundete mit ihren Händen meine Brust und meine Arme. Ich umfasste ihren Busen, beugte mich über sie und leckte mit der Zungenspitze über die hoch aufgerichtete Brustwarze, knabberte und zupfte vorsichtig mit den Zähnen daran. Susi holte zischend Luft und ich hielt inne, dachte ich doch, ich hätte ihr weh getan. Doch Susi forderte leise: „Mehr!“ Ich lächelte mein Kätzchen an, das sehr schnell zur Wildkatze, und wenn man sie ärgerte, auch zur reißenden Löwin werden konnte. Ich umschloss ihre Brustspitze mit den Lippen und saugte daran, während meine Hand ihre andere Brust sanft massierte. Susi fuhr mir mit beiden Händen ins Haar, hielt mich an Ort und Stelle fest und gab schnurrende Geräusche von sich, die mich wieder fast an Kisu erinnerten. Ich umschmeichelte die Brustwarze mit der Zunge und widmete mich dann der anderen Seite. Meine Hand glitt von ihrer Brust zu ihrem Bauch und tiefer, bis sie über ihrem Venushügel liegen blieb. ⬇️⬇️⬇️

-Teil 1408-
„Was für ein Tag!“, murmelte ich und küsste sie auf den Kopf. Ich konnte es gar nicht fassen! Erst der Streit mit Sonja, dann dieser saublöde Zeitungsartikel, indem Riku und ich als schwules Pärchen dargestellt wurden, dann tauchte auch noch Janne auf und erzählte von Ines Intrige. Und zum krönenden Abschluss warf jemand ein Baby einfach wie ein Stück Müll in eine Tonne! Es gab doch Babyklappen, Herrgott, nochmal! Wenn man sein Kind schon nicht wollte, konnte man es doch zumindest dort abgeben! „Wer macht sowas?“, fragte ich wieder. Susi zuckte die Schultern. „Niemand der menschliche Züge hat, soviel steht fest“, sagte sie tonlos. Sie setzte sich aufs Bett, ihre Hand lag auf ihrem Bauch und sie blickte ins Leere. „Alles okay?“, fragte ich. „Das geht mir ganz schön an die Nieren“, gab sie zu. Wem nicht?! Ich fühlte mich auch ziemlich down und wenn ich an Sami dachte, ... ich hatte ihn nie zuvor so erlebt. Susis Blick schweifte zum Tisch, was auch meinen Blick dorthin lenkte. Dort stand eine Tüte, auf der mein Name mit Edding drauf geschrieben worden war. „Was ist das?“, fragte ich. „Ein Fan-Geschenk?“ Susi zuckte die Schultern und meinte mit einem weiteren Blick darauf: „Pack es morgen aus, okay?“ Ich nickte. Ich hatte sowieso keinen Magen für einen weiteren Teddybären - nicht nach dem, was vorhin passiert war. Ich löste mich nach einem kurzen Kuss von Susi, um duschen zu gehen. Ich wollte gerade das Wasser aufdrehen, als die Tür der Duschkabine wieder aufgeschoben wurde. Susi stand splitternackt vor mir und fragte leise: „Was hältst du von Gesellschaft?“ Sie sah wunderschön aus und schien von innen zu leuchten. Die rosigen Spitzen ihrer Brüste standen im Kontrast zu ihrer hellen Haut und waren steil aufgerichtet. Mir wurde der Mund trocken. Und wie ich Gesellschaft wollte! Sofort war ich oberhalb der Gürtellinie blutleer, dafür reckte mein kleiner Freund am südlichen Ende neugierig und unübersehbar den Hals. Susi lachte und meinte: „Ich nehme das mal als ein Ja.“ #becomeastrangeragain
#hapahaberfanfiction

-Teil 1407-
„Das Kind wurde gerade aus einer Öffnung gequetscht, die gerade mal so groß ist, wie eine Zitrone! Stell dir vor du hast einen Tennisball und den musst du durch deine Harnröhre ziehen ...“ Ich zuckte allein beim Gedanken daran zusammen, doch Susi fuhr unbarmherzig fort: „Was glaubst du, wie der Ball hinterher aussieht?“ Das war mir doch sowas von egal! Ich hatte Schweißausbrüche bei dem Gedanken daran, wie meine Harnröhre aussehen würde, und dankte Gott im Stillen, dass ich als Mann auf die Welt gekommen war. Susi sah mein Minenspiel und murmelte: „Wer Männer zum ersten Mal als „starkes Geschlecht“ bezeichnet hat, war eindeutig unterbelichtet, oder unter Drogen, oder beides. — Was meinst du? Wie lange wird die Polizei brauchen, bis sie hier ist?“ Seufzend nahm ich Susi in die Arme. Erfahrungsgemäß konnte sowas dauern. Das würde eine weitere lange Nacht werden! - Doch das war nicht der Fall. Die Sanitäter waren drei Minuten später vor Ort, die Polizei eine Minute nach den Sanitätern. Anscheinend konnten die richtig schnell werden, wenn es um Babys ging. Sami musste den Polizisten zeigen, wo er das Baby gefunden hatte, während sich die Sanitäter um das Würmchen kümmerten. Das Blut stammte allem Anschein nach von der Geburt, denn das Kleine war unverletzt. Es war etwas unterkühlt und hatte wohl Hunger, aber ansonsten schien es gesund zu sein. Susi wich nicht von Samis Seite. Sie hatte ihn untergehakt, stand ihm zur Seite und fungierte als Übersetzer zwischen den Polizisten und unserem Freund, der so aufgeregt war, dass er nicht einmal mehr Englisch sprechen konnte. Anschließend wurden wir alle befragt, ob wir irgend etwas Verdächtiges gesehen oder gehört hätten. Wir alle verneinten. Dann widmeten sich die Polizisten den Crew- und Security-Mitgliedern, die noch da waren. Auch hier hatte niemand etwas gesehen oder gehört. Es gab wohl ein paar Hinweise und Beschreibungen von schwangeren Frauen, die den Leuten aufgefallen waren, aber mehr auch nicht. Die Sanitäter packten das Baby ein. ⬇️⬇️⬇️

-Teil 1406-
Das war eindeutig ein Baby! Ein sehr kleines Baby. Ein sehr schmutziges Baby. Es sah aus, wie frisch geschlüpft. Es machte ein paar komische Geräusche und es wunderte mich gar nicht, dass Sami es zunächst für eine Katze gehalten hatte. So klang Kisu auch, wenn sie Vögel auf der Terrasse rumflattern sah. Zumindest klang das doch verdammt ähnlich! „Du hast das Baby im MÜLL gefunden?“, fragte ich perplex. Sami nickte. Er zitterte am ganzen Körper und Tränen liefen ihm in den Bart. „Wer tut denn sowas?“, wollte er mitgenommen wissen. „Hast du nicht gerade gesagt, Ines wäre schwanger?“, wollte Mikko misstrauisch von Janne wissen. „Das kann nicht Ines‘ Baby sein“, stellte ich klar. „Ich konnte ihr die Schwangerschaft nicht ansehen. Sie muss ziemlich am Anfang sein.“ Janne nickte. „Erstes Drittel“, bestätigte er. „Und DAS würde Ines nicht tun“, meinte Janne fest. „Sie ist ein Biest, manchmal ein Miststück, aber ein Baby im MÜLL entsorgen? Das ist sogar für sie zu heftig.“ „Wer, um Gottes Willen, wirft denn ein Baby weg?!“, murmelte Sami wieder. Er stand eindeutig unter Schock, denn er war bleich wie ein Laken und seine Hände, in denen er das Baby hielt, begannen unkontrolliert zu zittern, so dass ich schon Angst um das Würmchen bekam. Lines ging es wohl nicht anders, denn schnell nahm er Sami das Baby ab. Sofort erkannte man den erfahrenen, dreifachen Vater. „Junge oder Mädchen?“, wollte ich wissen. Er guckte nach. „Ein kleines Mädchen“, murmelte Lines. Das Kind gab einen Mitleid erregenden Laut von sich und Lines streichelte seine Wange. „Ja, mein Kleines. Alles wird gut.“ Er sah nach der Nabelschnur, die mit einem Schnürsenkel abgebunden war. Auch ihm stiegen Tränen in die Augen. Er legte das Kind an seine breite Schulter, hielt professionell das Köpfchen fest, rieb ihm vorsichtig den Rücken und redete beruhigend auf das Baby ein, das vor Kälte ganz blau war. Außerdem wirkte es irgendwie zerknautscht. Oder sahen Neugeborene immer so aus? Omar war verschwunden, erschien aber wenige Minuten später mit einer Decke, die er aus dem Tourbus geholt hatte. ⬇️⬇️⬇️

-Teil 1405-
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Janne sah sich suchend um. „Erwartest du jemanden?“, fragte Mikko. „Um ehrlich zu sein, hab ich eigentlich mit Ines gerechnet. Es würde mich wundern, wenn sie ihren perfiden Plan aufgegeben hätte.“ „Selbst wenn nicht, sie hat keine Chance mehr. Ich hab allen Sicherheitskräften ein Foto von ihr gezeigt und sie zur Persona non grata erklärt“, meinte Mikko. „Außerdem habe ich nochmal deutlich gemacht, dass hier niemand ohne Pass reinkommt. Und wer behauptet er hätte ihn verloren, hat einfach Pech gehabt. In den Backstage-Bereich wird sie es nicht mehr schaffen.“ Janne nickte. „Das ist gut. Weißt du, ich mochte Ines wirklich sehr. Aber ich finde jetzt tickt sie total aus. Seit sie schwanger ist ...“ „Sie ist schwanger?!“, fragten wir alle verblüfft. „Ja. Mit meinem Kind! Aber seit sie das weiß ist sie wie ausgewechselt. Sie denkt nur noch daran, schnell an viel Geld zu kommen.“ Er sah mich entschuldigend an. „Tut mir leid, Samu.“ „Das muss es nicht. Wenn überhaupt, muss ich mich bei dir entschuldigen. Immerhin hab ich sie geküsst. Allerdings wußte ich nicht, dass sie noch mit dir zusammen ist.“ „Was völlig egal war“, warf Susi zuckersüß ein, „denn du hättest wissen müssen, dass DU mit MIR zusammen bist!“ Ich zuckte zusammen. „Ja. Hätte ich ... Ich meine HABE ich!“, korrigierte ich mich schnell. „Sorry“, meinte ich dann kleinlaut. „Schon gut“, seufzte Susi. „Es tut mir leid. Ich wollte gar nicht mehr nach karten, aber ihr fangt immer wieder davon an!“ „Stimmt“, gab Janne zu. „Vergessen wir die Angelegenheit einfach.“ Janne sah nun zur Tür. „Ob Sami ins Klo gefallen ist?“, fragte er, wohl um vom Thema abzulenken, was ihm auch gelang. „Oder hat der ein neues Hobby?“ „Toilettentieftaucher?“, fragte Raul lachend. Wir prusteten vor uns hin. In diesem Moment kam Sami zurück - kalkweiß im Gesicht, mit seiner Jacke im Arm. „Ist dir die Jacke ins Klo gefallen?“, fragte Riku. Sami schüttelte den Kopf. „Kann bitte wer die Polizei und nen Krankenwagen rufen?“, fragte er zittrig. Seine Finger waren blutig! Sofort war Omar an seine Seite. ⬇️⬇️⬇️

-Teil 1404-
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Grinsend ging Sami zur Toilette. Was war das wieder für ein irrer Tag gewesen! Er hätte sich nicht träumen lassen, dass sie sich je mit Janne aussöhnen würden. Nicht nach allem, was gelaufen war. Gedankenverloren stand er an der Keramik und schüttelte seinen kleinen Finnen aus, als ein merkwürdiges Quäken ihn scharf zusammenzucken ließ. Scheiße! Jetzt hätte er sich vor Schreck beinahe selber angepinkelt! Er sah sich um. Er war allein. „Alles klar, Osama. Jetzt hörst du schon Gespenster“, murmelte er, packte wieder alles an seinen Platz, spülte und ging zum Händewaschen an eines der Waschbecken. Da hörte er es wieder. Er drehte das Wasser ab und horchte. „Hallo? - Ist da jemand?“ Da war es wieder. Das war ganz deutlich! Das klang wie ... wie eine Katze. Eine ganz kleine Katze. Er trocknete sich die Hände ab und spitzte die Ohren. Wieder hörte er das Geräusch, ein Miauen. Aber wo kam es her? Er ging zurück in den Bereich, wo die Toiletten standen. Dort öffnete er eine Tür nach der anderen und blieb an der Drittletzten schockiert stehen. Da war Blut! Sogar ziemlich viel davon! Von Nasenbluten kam das sicher nicht. „Wurde hier einer abgestochen?“ Sami überlief ein Schauder und er sah in alle Richtungen und lauschte angestrengt in die Stille, wagte es aber nicht, sich zu rühren. Das hielt jedoch nicht lange an. „Das ist lächerlich!“, sagte er laut. „Hier ist niemand!“ Beherzt griff er nach den letzten beiden Türen und riss sie auf. Alle Kabinen waren leer. Erleichtert atmete Sami auf. „Sag ich doch! Außer dir ist niemand da, Sami, also reiß dich zusammen!“ Nochmal warf er einen Blick in die blutverschmierte Kabine, da hörte er das Miauen wieder, leiser als zuvor. Die Katze! Er musste die Katze finden und dann sollte er den Sicherheitsdienst rufen. Wo kam das Blut wohl her? „Hey, Kitty, wo bist du denn?“, fragte er leise. Was hatte eine Katze in der Herrentoilette der Martin-Schleyer-Halle zu suchen? Das arme Tierchen musste sich verlaufen haben. ⬇️⬇️⬇️

-Teil 1403-
„Ich trau ihm nicht soweit ich DICH werfen kann“, raunte er mir mit Blick auf Janne zu, der sich mit Sami und Raul austauschte. „Sorry, Hapa, aber Vertrauen ist kein nachwachsender Rohstoff. Kaputt ist kaputt.“ „Du könntest ihm eine Chance geben, Mikko. Vielleicht überrascht er dich“, flüsterte ich. „Ja, vielleicht“, nickte er ernst. „Vielleicht wache ich aber auch mit einem Messer im Rücken auf.“ Susi hatte unser kurzes Gespräch verfolgt und legte Mikko die Hand auf den Unterarm. „Niemand verlangt oder erwartet von dir, dass du ihm blind vertraust, Mikko. Ich bin sicher, dass jeder der Jungs erst mal sehr vorsichtig ist. Es wird Janne viel Arbeit kosten seinen Stand bei ihnen wieder zu festigen. Das hier ist ein Anfang. Versuche doch, dich an all das zu erinnern, was du und Janne Gutes hattet. Es kann doch nicht alles schlecht gewesen sein. Wenn du Groll hegst, tust du nur einem weh — dir selbst.“ Mikko sah Susi in die Augen und drückte ihre Hand. „Ach, Süße! Du hast ein zu weiches Herz. Du würdest ja sogar deinem Ex verzeihen!“ „Nein!“, sagte sie fest und ihre Augen blitzten entschlossen. „Der hatte in dem Moment bis in alle Ewigkeit verschissen, in dem er sich an Samu vergriffen hat. Der darf von mir aus in der Hölle verrotten, nachdem sie ihm alle Finger- und Zähennägel rausgerissen und sie ihm in den Hals gesteckt haben“, rief sie erbost und zuckte im selben Moment zusammen. „Ups“, hauchte sie. Mikko lachte, beugte sich vor, küsste sie auf die Wange und flüsterte: „Wenn ich mal Scheiße baue, hätte ich dich gerne als Fürsprecherin.“ „Für dich, jederzeit, du Softi“, grinste sie. „Hey! Tu das nicht! Ich hab mir meinen Ruf als nägelfressender Terminator hart erarbeitet! Mach das nicht kaputt!“, lachte er. „Okay“, raunte Susi ihm zu. „Ich sag‘s nicht weiter.“ Mikko schüttelte grinsend den Kopf und sah mich an. „Sei gut zu ihr, hörst du? Was Besseres kommt nicht nach.“ Dieser Hinweis war unnötig! Schließlich arbeitete ich ja schon am perfekten Heiratsantrag. Aber das mussten ja nicht alle wissen. ⬇️⬇️⬇️

-Teil 1402-
Janne grinste mich an. „Wie hießen die drei gleich nochmal? Trixi? Mixi? ...“ War es eigentlich strafbar jemanden die Bierflasche überzuziehen und ihn zu knebeln? Ich bekam doch sicher mildernde Umstände! Allerdings würde diese Story dann spätestens vor Gericht breitgetreten werden, und wer wollte das schon? Ich war jung, betrunken, völlig überdreht und von drei, in Schwesterntracht gekleideten, hübschen Russinnen umringt gewesen, die ihre Absichten sehr deutlich gemacht hatten. Rückwirkend betrachtet war ich auf diese Episode alles andere als stolz, auch wenn ich mich nur noch schemenhaft daran erinnern konnte. Ich seufzte und sah Janne düster an. „Ich habe keine Ahnung wovon er redet“, behauptete ich. „Wirklich nicht!“ Wieder grinste Janne. „Oh, oh, dein Heiligenschein flackert. Da brennt gleich ne Birne durch!“ „Bete, dass es keine Sicherung ist!“, knurrte ich, schaffte es aber nicht, ernst zu bleiben. Das war Janne, wie er leibte und lebte. Er hatte immer die besondere Gabe gehabt, sich an die dämlichsten Momente zu erinnern und sie so zu erzählen, dass es für den Protagonisten - in diesem Fall mich - maximal peinlich wurde. „Warum hab ich dich gleich nochmal eingeladen?“, fragte ich kopfschüttelnd. „Du hattest die Medikamentenausgabe geschwänzt?“, lachte er. „Ich wusste doch, dass ich was vergessen hatte!“, stöhnte ich theatralisch und klatschte mir die Hand vor die Stirn. Wir lachten alle drei und in diesem Moment erschien meine Rettung in Form von Raul, Sami, Osmo und Riku. „Na, sieh mal wen wir da haben!“, sagte Sami und sofort sah man Janne die Nervosität an. „Der verlorene Sohn“, grinste Raul, hob die Hand zum High-Five, zog sie aber weg, als Janne einschlagen wollte. Der sah betreten drein. Raul war ernst geworden und sagte fest: „Damit du es weißt: Wenn du nochmal so ne Scheiße abziehst, bekommst du den High Five ins Gesicht! Von mir persönlich! Mit einem Stuhl! Got it?“ Janne nickte vorsichtig und sah Raul dann fragend an. Der begann wieder zu grinsen und hob die Hand abermals. „Schlag ein!“ Jannes Gesicht strahlte wie ein Tausend-Watt-Scheinwerfer. ⬇️⬇️⬇️

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