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***Teil 21***:"Guten Morgen", grüßte ich die Kollegin, nachdem ich mich innerhalb von fünf Minuten steril gemacht und umgezogen hatte. "Kein guter Morgen", murmelte sie. Ich sah, dass sie mich durch ihren Mundschutz hindurch niedergeschlagen anlächelte. "So schlimm?", fragte ich und begann sofort damit, ihr zu assistieren. Sie hatte die OP bereits mit einer erfahrenen Schwester als Assistentin begonnen. "Ein bisschen mehr am Haken ziehen, bitte. Ja, so ists gut. Licht korrigieren." Ihr Blick war konzentriert auf das OP-Feld gerichtet. "Ja, in der Tat. Der Hirndruck ist aufgrund der Schwellung gefährlich angestiegen, dazu eine Blutung, deren Ursache ich noch nicht finden konnte. Julie hatte bereits mehrere Krampfanfälle und atmet nicht mehr selbstständig." Ich nickte. " Sie bekommen das hin?" "Davon gehe ich aus." Da war sie wieder, die professionelle Ärztin durch und durch. Eigentlich sollte ich ihre geringfügige Anteilnahme komisch finden, doch momentan brachte mich ihre absolute Professionalität zur Ruhe. Ich war dankbar, dass sie für uns beide den Überblick behielt in einer Situation, der ich mich niemals wieder in meinem Leben gegenübersehen wollte. "Ah, da haben wir die Quelle der Blutung. Sehen sie das?" Ich nickte. "Clip bitte." Gerade als Dr. Peters die Blutungsquelle verschließen wollte, begann Julies Körper zu krampfen. "Instrumente raus. Ich sichere den Schädel. Sedieren sie sie stärker." "Woher kommt das?", schrie ich panisch und ermahnte mich in der nächsten Sekunde innerlich zu Disziplin. "Ganz ruhig, wir haben es gleich. Wenn sie es nicht aushalten, dann gehen sie nach draußen und schicken mir die Schwester wieder rein." Ich schüttelte den Kopf. "Nein, Entschuldigung." "Sie wird zunehmend arrhythmisch." "Dann tun sie was dagegen", wies die Neurochirurgin mit klarer Stimme an. "Ich versuche es, aber es wäre wirklich gut, wenn wir sie so schnell wie möglich vom Tisch bekommen." #drleapeters #anjanejarri #mariaweber #drmariaweber #annettrenneberg #iafstory #iaf #inallerfreundschaft 🔽🔽🔽

***Teil 20***:Es musste irgendwann so gegen fünf Uhr in der Früh gewesen sein, als das Klingeln meines Handys mich geweckt hatte. Eine hektische Stimme hatte mir am Telefon erklärt, dass ich umgehend in die Klinik kommen sollte, da es wohl Komplikationen mit Julie gebe und man sie sofort operieren musste. Dr. Heilmann habe man nicht erreicht. Dr. Peters sei bereits auf dem Weg. Weiteres konnte man mir nicht sagen. Der Stimme nach zu urteilen, hatte ich mit einer jungen Lernschwester gesprochen. Ich schwang meine Beine aus dem Bett und zog mir in Windeseile Hose und Pullover an, bevor ich mir meinen Mantel von der Garderobe und den Autoschlüssel von Flurschrank schnappte. Zwar hatte ich es nicht weit zur Klinik, sodass ich meistens mit dem Fahrrad fuhr, doch jetzt schien jede Minute zu zählen. Während ich durch die nächtlichen Straßen Leipzigs fuhr, die mir in der Dunkelheit noch immer ein wenig fremd vorkamen, dachte ich an Lena. Ob sie wohl schon Bescheid wusste? Ob sie auch in der Klinik war? Ich malte mir aus, wie es sein würde, müsste ich ihr einmal mehr eine schreckliche Nachricht überbringen. Ich sah mich in grünem Kittel und mit müden Augen durch die Tür kommen, die den OP vom Wartebereicht trennte. Lena würde wie damals von dem unbequemen Plastikstuhl, auf dem sie seit Stunden wartete, aufspringen und mich ansehen. Ihr Blick würde mich anflehen, ihr eine gute Nachricht zu überbringen. Ich konzentrierte mich auf die wenig befahrene Straße und zwang mich dazu, mich nicht in Gedanken zu verlieren, was wäre wenn… Es hatte keinen Sinn. Wir mussten es schaffen. Vielleicht war es auch nichts Schlimmes. Ich wusste es doch noch gar nicht. Bereits im Eingangsbereich wartete eine Schwester auf mich, die mich direkt mit in den OP nahm. "Dr. Peters hat mir gesagt, ich soll sie sofort in OP 3 bringen. Die Zeit drängt." "Was ist denn mit der Kleinen?", fragte ich, während wir den Flur entlangrannten. #drheilmann #drleapeters #mariaweber #drmariaweber #annettrenneberg #iafstory #iaf #inallerfreundschaft

🌸EINTEILER🌸 Eine Woche war vergangen seit der geplatzten Hochzeit von Dr. Globisch. Eine Woche, in der weder Maria noch sie genau wussten, wo Alexander nun war. Noch immer waren es die Erinnerungen an den Moment, indem sie dem fahrenden Zug hinterher sah, den Kathrin am meisten schmerzte. Anschließend war sie mit Roland zum Schiff gefahren, um den Gästen mitzuteilen, dass es keine Hochzeit geben würde. Nur ihre engsten Freunde wussten, was genau geschehen war. Ihre engsten Freunde und Maria. Sie wusste nicht so genau wer oder was Maria für sie war, in jedem Fall aber eine Verbündete. Auch sie wurde damals von Alexander einfach so im Stich gelassen und das mit ihrem gemeinsamen Sohn Moritz. Seit Alexander weg war, verhielt sich Moritz gegenüber Maria rätselhaft, Kathrin ging er aus dem Weg. Am späten Mittwochabend hielt Maria die Ungewissheit nicht länger aus und suchte das Gespräch mit ihrem Sohn. Sie hatte den Verdacht, dass er deutlich mehr über die ganze Steuerstrafsache seines Vaters wusste, als er zugab. Auf dem Rückweg aus dem Krankenhaus war sie extra bei Moritz Lieblingsitaliener vorbeigefahren und hatte Pizza mitgebracht. Sie schloss die Haustüre auf und stellte die beiden Pizzakartons in der Küche ab. "Großer, bist du da?" Ein kurz angebundenes "Ja" kam aus seinem Zimmer. "Ich habe uns Pizza von Antonio mitgebracht. Kommst du essen?" "Gleich." Die Thoraxchirurgin zog ihren Mantel aus und deckte den Tisch. "Gibt’s was zu feiern?", fragte Moritz belustigt und setzte sich an den Tisch. Maria schüttelte den Kopf und setzte sich ihm gegenüber. "Was ist denn passiert?" "Nichts, jetzt iss erstmal." "Mama, ich kenne dich. Du willst mit mir reden." Maria musste lächeln. "Mein schlauer Sohn." "Über Papa, oder?" Sie nickte und stocherte mit der Gabel in ihrem Pizzastück herum. "Was willst du wissen?" "Du… weißt mehr von der Steuersache als du mir erzählt hast, oder?" "Kommt darauf an, wie du das definierst. Also die Strafakten kenne ich jetzt nicht in und auswendig." "Moritz, bitte." #drmariaweber #mariaweber #annettrenneberg #iaf #iafstory #inallerfreundschaft 🔽🔽🔽

***Teil 19***:"Roland, meinst du nicht, wir sollten nochmal in Ruhe über alles reden?" Ich stand in der Tür zu seinem Büro und sah ihn lächelnd an. So sehr ich auch versucht hatte, ihn zu vergessen, ich konnte es einfach nicht, wollte es nicht. Ich öffnete meinen Kittel ein Stückchen, sodass er sehen konnte, dass ich nur einen BH trug. "Bist du wahnsinnig? Mach die Tür zu und komm rein." Überrascht sprang er von seinem Schreibtischstuhl auf, eilte auf mich zu und schloss die Tür hinter sich. Er drehte den Schlüssel im Schloss. "Was soll das denn, Maria?" Ich sagte nichts und setzte mich ohne seine Aufforderung auf das große Ledersofa. Unentschlossen blieb er im Eingangsbereich stehen und musterte mich, wie ich dalag und meine Hand nach ihm ausstreckte. "Na komm schon, komm nur her. Ich weiß, dass du es auch willst." Ich versuchte ihn mit meinem Blick zu fesseln und knöpfte meinen Kittel ein wenig auf. Er schluckte, fühlte sich sichtlich unwohl. Er blickte zum Fenster, lief durch den Raum und schloss die Jalousien. "Um diese Uhrzeit ist doch niemand mehr hier." Er zuckte zusammen und drehte sich zu mir um. "Was soll das denn eigentlich werden?", fragte er. Ich griff nach seiner Hand und zog ihn neben mich aufs Sofa. "Wenn du dir nicht selbst eingestehen kannst, dass du mich liebst, dann muss ich dich halt davon überzeugen." Plötzlich fiel mir auf, dass wir uns duzten, einfach so, als sei es selbstverständlich. Es kam mir komisch vor, aber ich schob den Gedanken augenblicklich zur Seite, wollte mich voll und ganz auf Roland konzentrieren. Ich nahm seine zittrige Hand und legte sie auf meinen Brustkorb. Als ich ihn losließ, zog er seine Hand sofort wieder weg. Energisch öffnete ich die obersten Knöpfe seines Hemdes und begann mit meinen Fingern Kreise auf seiner Brust zu malen. Nach und nach entspannte er sich und fing an, meine Berührungen zu genießen. Ich legte meinen Kopf an seine Schulter und musterte ihn von der Seite, wollte ihn küssen, doch ich wusste nicht, ob dafür schon der richtige Zeitpunkt war. Auf einmal spürte ich seine Hand auf meinen Oberschenkeln. #drheilmann #drglobisch #drmariaweber #mariaweber #iaf #iafstory #inallerfreundschaft 🔽🔽🔽

***Teil 17***:Das Klingeln an ihrer Haustüre ließ Kathrin hochschrecken. Es war kurz nach halb zwölf. Sie lag schon seit einer guten Stunde im Bett und war kurz vor dem Einschlafen. Seufzend tapste sie in den Flur und schloss Hannahs Kinderzimmertür, damit die Kleine nicht aufwachte. Sie strich sich die Haare zu Recht und öffnete. "Roland, was machst du denn um diese Uhrzeit hier? Und warum bist du klatschnass?" Sie sah ihn fragend an, trat dann aber einen Schritt zur Seite. "Komm erstmal rein." Der Klinikleiter zog seine tropfende Jacke aus und ging ins Bad. Kathrin hielt ihm ein Handtuch hin und musterte ihn. "Es regnet draußen." "Na da wäre ich jetzt aber nicht drauf gekommen." Sie wartete, bis er sich abgetrocknet hatte und ging mit ihm ins Wohnzimmer. "Tee?" "Nein, danke. Ich will dich auch gar nicht lange aufhalten." "Roland, wenn du nachts um halb zwölf vor meiner Tür stehst, hat das einen wichtigen Grund. Du hältst mich nicht auf. Nun sag schon, was ist los?" Sie setzte sich neben ihn aufs Sofa. Er faltete seine Hände ineinander und seufzte. "Pia oder Maria?" Die Anästhesistin wusste sofort, worum es ging. "Beide." "Beide?" "Ja. Ich habe mit Dr. Weber gesprochen. Eben in der Klinik. Ich glaube, ich habe alles falsch gemacht, was man falsch machen kann." "Oh, das klingt nicht gut. Was hast du denn gesagt?" "Ich habe ihr wehgetan. Eigentlich wollte ich was zu ihr sagen, weil sie sich mit Frau Bauer lautstark auf dem Flur gestritten hat, aber dann hat sie mich auf gestern Abend angesprochen. Sie hat mich total in die Enge getrieben damit und dann habe ich ihr gesagt, dass da nichts war. Dass ich einfach nur nach ihr gesehen habe, weil das in der Klinik jeder für jeden tun würde." "Oh." "Ja und dann habe ich ihr gesagt, dass es mir leid tut, wenn sie da etwas anders reininterpretiert hat und wenn sie sich falsche Hoffnungen macht." "Das hast du nicht Roland." "Doch." "Sag mir jetzt aber bloß nicht, dass sich das gut angefühlt hat." "Hat es nicht." Die Chefärztin nickte. "Und dann? Wie hat sie reagiert?" #annettrenneberg #drglobisch #drheilmann #mariaweber #drmariaweber #iaf #iafstory #inallerfreundschaft 🔽🔽🔽

***Teil 16***:Es war bereits später Abend, als ich im Ärztezimmer über meinen Patientenakten brütete und aus dem Fenster der Sonne dabei zusah, wie sie langsam unterging und die Stadt in wunderschöne Farben tauchte. Nach dem Gespräch mit Lena war der Tag nur schleppend zu Ende gegangen. Ich wurde zu Frau Müller bestellt, einer alten Dame, die nach einem Treppensturz mit einer Oberschenkelfraktur hatte operiert werden müssen. Obwohl die Operation inzwischen zwei Tage zurücklag, klagte sie noch immer über Schmerzen. Eigentlich sollte heute mit der Mobilisierung begonnen werden, doch sie weigerte sich. Eigentlich war sie Dr. Brentanos Patientin, doch er hatte heute frei gehabt, sodass ich gerufen worden war. Das Gespräch mit ihr hatte mir gezeigt, dass sie Angst davor hatte, wieder nachhause zu gehen und vielleicht erneut zu stürzen. Ich war erfahren, was solche Gespräche mit älteren Patienten anging, doch heute hatte mich das extrem angestrengt. Seufzend notierte ich unser Gespräch stichwortartig für den Kollegen in der Akte. "Frau Dr. Weber, haben sie einen Moment?" Ich wirbelte herum, als Dr. Heilmanns Stimme mich aus meiner Trance riss. "Ähm, ja. Natürlich." "Ich wollte sie nicht erschrecken." "Schon gut. Ich war… in Gedanken." Er nickte und setzte sich. "Frau Weber, wegen vorhin. Ich kann so etwas nicht dulden." Ich schluckte. Bevor er weitersprechen konnte, musste ich unbedingt Bescheid wissen. "Was soll das eigentlich alles? Erst heute Morgen in der Besprechung haben sie mir den Fall weggenommen und jetzt das? Ist ihnen das noch nie passiert, dass sie in einem Gespräch die Kontrolle verloren haben? Wir sind alle nur Menschen. Menschen mit Gefühlen. Das ist ihnen doch auch klar. Und ihnen ist auch bewusst, dass ich ganz genau weiß, dass es ein Fehler war. Sie müssen das nicht noch einmal extra aufgreifen. Warum tun sie das? Ich verstehe es einfach nicht. Nicht nach… gestern Abend." #annettrenneberg #drleapeters #drpeters #leapeters #drheilmann #iafstory #iaf #inallerfreundschaft #drmariaweber #drweber #mariaweber 🔽🔽🔽

***Teil 12***:"Guten Morgen Mama, du solltest aufstehen. Dein Lover hat den hier dagelassen." Noch völlig schlaftrunken setzte ich mich langsam im Bett auf und sah meinen Sohn an, der putzmunter neben meinem Bett stand und den piepsenden Wecker ausschaltete. "War wohl eine lange Nacht gestern, was?", grinste er und musterte mich. "Der Wecker hat fast fünf Minuten lang geklingelt, dann dachte ich, ich sehe mal nach dir." "Wieso bist du denn schon wach?", fragte ich und rieb mir übers Gesicht. Dass es am Lärm meines Weckers gelegen haben musste, daran dachte ich im Moment nicht. Ich war noch damit beschäftigt die Informationen zu sortieren, die Moritz mir eben gegeben hatte. "Und was für einen Lover meinst du denn bitte?" "Oh Gott, Mama. Habt ihr so viel getrunken, dass du dich schon nicht mehr an ihn erinnern kannst? Ich bitte dich, du bist doch keine 20 mehr." Wieder lachte Moritz. Ich schüttelte den Kopf. "Jetzt mach mal halb lang. Du bist ganz schön frech." Nach und nach erinnerte ich mich an gestern Abend und daran, wie er mich gestreichelt hatte, bis ich eingeschlafen war. Mein Gesicht errötete augenblicklich. "Du erinnerst dich", stellte mein schlauer Sohn fest. "Und du könntest mal nett zu deiner Mutter sein und Frühstück richten." Er verdrehte die Augen. "Na gut, aber nur, weil du es bist." "Den lässt du hier!" Ich nahm meinem Sohn den Zettel aus der Hand und las. "Musste los, hoffe es ist wieder besser. Bis später" Mein Mund verzog sich zu einem Lächeln. Moritz lachte leise. Ich hatte gar nicht bemerkt, dass er da war. "Mach jetzt, dass du in die Küche kommst." "Jaja, schon gut." Er drehte sich um und ließ mich allein. #iafstory #iaf #mariaweber #drmariaweber #drheilmann #annettrenneberg 🔽🔽🔽

***Teil 10***:Ich lag mit geschlossenen Augen im Bett. Der Raum war abgedunkelt, doch an Schlaf war nicht zu denken. Mein Kopf tat weh, mir war immer noch schlecht, die Gedanken kreisten unaufhörlich. Warum musste Lena nach all der Zeit wieder in mein Leben treten? Und warum um alles in der Welt hatte sie nie etwas von Julie erwähnt? Hatte ich nicht ein Recht darauf, von ihr zu erfahren? Immerhin gehörte sie trotz allem irgendwie zu meiner Familie, das würde sich auch nie ändern. Ich rieb mir über die Schläfen, als helfe es, die Bilder und die Schmerzen wegzuwischen. Ein leises Seufzen entwich meinen Lippen, während ich krampfhaft versuchte, an etwas anderes zu denken. Moritz war heute zum ersten Mal seit langem wieder alleine unterwegs. Er hatte in der Reha einen Freund gefunden, der ein wenig außerhalb von Leipzig wohnte. Die beiden hatten sich in der Stadt verabredet, um den Nachmittag zusammen zu verbringen. Heute Abend stand ein Konzert ihrer gemeinsamen Lieblingsband auf dem Programm. Es freute mich, dass er so schnell Anschluss gefunden hatte. Scheinbar ging es ihm gut. Zumindest für ihn war Leipzig die richtige Option gewesen. Nicht für mich, das wurde mir immer klarer. Ich fühlte mich zwar wohl, doch nicht willkommen. Ob ich mir das einbildete, wusste ich nicht. Zu sehr verwirrten mich meine eigenen Gefühle momentan. Dr. Heilmann war mein Chef, nicht mehr und nicht weniger. Ich hätte mich niemals breitschlagen lassen sollen, gemeinsam bowlen zu gehen, auch wenn es der schönste Abend seit langem für mich gewesen war. Warum hatte ich ihn küssen müssen? Was war es gewesen, das mich dazu verleitet hatte? Ich versuchte die Situation nüchtern zu betrachten. Was faszinierte mich an ihm? Waren es seine Augen, seine Ausstrahlung? Über seinen Charakter konnte ich noch nicht sonderlich viel sagen, dazu kannte ich ihn nicht lange genug. Mir wurde wieder schlecht. Seufzend drehte ich mich vom Bauch auf den Rücken und versuchte bewusst und tief zu atmen. Es wurde nicht besser. Ich überlegte Alexander anzurufen, hielt es aber für keine gute Idee. #inallerfreundschaft #iafstory #iaf #mariaweber #drmariaweber #annettrenneberg 🔽🔽🔽

***Teil 9***:"Roland, hast du Dr. Weber gesehen? Sie sollte Frau Bauer zu ihrer Tochter bringen." Die Chefärztin trat in das Büro ihres Freundes ein. "Ich habe sie nachhause geschickt. Schwester Miriam sollte Frau Bauer eigentlich zu Julie bringen." Kathrin sah Roland fragend an. "Warum hast du sie nachhause geschickt?" "Sie… ist gestürzt", umschrieb der Klinikleiter das kleine Missgeschick. Ihm war bewusst, dass Maria der Vorfall äußerst peinlich war und ihr bestimmt viel daran lag, dass so wenig Leute wie möglich davon mitbekamen. "Gestürzt? Wie ist das denn passiert? Hat sie sich was getan?" "Ich weiß nicht genau. Sie ist ausgerutscht oder so, denke ich. Außer einer Platzwunde ist nicht viel passiert. Wahrscheinlich hat sie eine leichte Gehirnerschütterung abbekommen." "Hat sie sich übergeben?" "Ja, deswegen wollte ich sie eigentlich auch hierbehalten." "Aber das wollte sie nicht." Er nickte. "Typisch Ärztin." "Typisch Frau, wolltest du sagen." "Ach komm schon, du wärst auch nicht hiergeblieben." "Das stimmt allerdings." "Hat sie jemanden, der nach ihr schaut?" "Nein, aber ich habe ihr gesagt, dass sie sich bei mir melden soll, wenn es ihr schlechter geht oder sie nochmal brechen muss." "Und du glaubst das tut sie?" "Ich werde nach Dienstschluss bei ihr vorbeifahren und nach ihr sehen." Kathrin zog eine Augenbraue hoch. "Gibt es was, dass ich wissen sollte? Hatte euer Bowlingabend etwa Konsequenzen?" "Was für Konsequenzen denn? Kathrin, ich bitte ich. Das ist absurd." "Schon gut, schon gut." Sie hob beschwichtigend die Hände und lächelte ihn an. "Sie ist eine Kollegin, wie alle anderen auch. Außerdem kennt sie hier niemanden. Also schadet es nicht, wenn wir uns ein bisschen um sie kümmern." "Da hast du allerdings Recht." Kathrin lächelte und wandte sich zum Gehen, drehte sich aber im Türrahmen noch einmal um. "Ach und Roland, selbst wenn es so wäre: Ich würde mich für dich freuen… und Pia auch." #alexanderweber #drglobisch #kathringlobisch #iafstory #iaf #rolandheilmann #piaheilmann #annettrenneberg #drmariaweber #mariaweber

***Teil 7***:Mein Tränenschleier vernebelte mir die Sicht, sodass ich mit Schwester Miriam und dem Essenswagen zusammenstieß. Auf dem Boden liegend verschwamm alles um mich herum. Ich hörte, wie die Schwester mich fragte, ob es mir gut ging. Sie kniete sich neben mich und befreite mich vom Quark und dem Salat, die es heute für die Patienten als Abendessen geben sollte. "Ich glaube… es ist alles in Ordnung" flüsterte ich und richtete mich auf. Die Situation war mir total unangenehm. "Langsam, langsam. Bleiben sie einen Moment sitzen. Sie bluten am Kopf." Automatisch fasste ich an meine schmerzende Schläfe. Als ich meine blutverschmierten Finger immer schärfer vor meinen Augen sehen konnte, bekam ich Panik. "Ganz ruhig", konnte ich nun auch Dr. Heilmanns Stimme hören. Na super, er hatte das Missgeschick also auch noch mitbekommen. "Schwester Miriam, holen sie bitte einen Rollstuhl. Ich kümmere mich dann um Frau Dr. Weber." Ich versuchte nach dem Arm der Krankenschwester zu greifen, um sie zurückzuhalten, griff dabei aber ins Leere. "Nicht! Das geht schon. Ich brauche keinen Rollstuhl. Mir war nur ein bisschen schwindelig. Das geht schon wieder." "Kein Widerrede. Sie lassen sich jetzt von mir untersuchen. Ihre Kopfwunde werde ich nähen müssen." Schwester Miriam half Dr. Heilmann mich in den Rollstuhl zu setzen. Der Klinikleiter schob mich ins nächstgelegene Behandlungszimmer und schloss die Tür. Er nahm sich Desinfektionsmittel und einen Wattebausch. #drmariaweber #mariaweber #annettrenneberg #iafstory #iaf #inallerfreundschaft 🔽🔽🔽

Ein kleiner Einteiler, zu den beiden besten bei iaF :) In Kooperation mit @drleapeters . Wenn ihr ihr noch nicht folgt, dann tut das unbedingt 😉❤️ #drpeters #leapeters #drleapeters #iaf #iafstory #inallerfreundschaft #anjanejarri #annettrenneberg #mariaweber #drmariaweber #queen&;chérie❤️ "Ludwig Peters, Sturz aus ca. 15 Metern. Thoraxtrauma, Bauchtrauma, schweres SHT, ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll", berichtete die diensthabende Notärztin. Routiniert nahm Dr. Maria Weber den neuen Patienten entgegen. "Bitte sofort ins CT. Schwester Hannah, machen sie einen OP klar. Ich möchte Dr. Stein, Dr. Müller und Dr. Peters dabeihaben." Maria machte sich umgehend auf den Weg in den OP, um von dort aus die CT-Bilder auswerten und ihre Kollegen einweisen zu können. "Wir haben es mit multiplen Verletzungen zu tun. Vordergründig sind für uns zu allererst die Rippenserienfraktur und die gerissene Leber. Eine Absplitterung hat sich bereits in die Lunge eingebohrt, er verliert viel zu viel Blut. Außerdem hat er eine tiefe Kopfplatzwunde und einen angebrochenen Halswirbel." "Dann kümmern Dr. Müller und ich uns um den Bauchraum, sie versorgen die Lunge und sie, Dr. Peters übernehmen ihr Spezialgebiet. Sind irgendwelche Vorerkrankungen bekannt? " Maria verneinte. 🔽🔽🔽

***Teil 6***:"Frau Dr. Weber! Hallo." Dr. Heilmann kam gerade aus der Cafeteria, als ich zurück ins Klinikgebäude lief. "Hallo", entgegnete ich und versuchte zu lächeln. "Sie sehen aber nicht sonderlich glücklich aus. Ist etwas passiert?" Mein Herz schlug schneller. Er hatte mir angesehen, dass es mir nicht gut ging und sorgte sich. Empfand er etwa was für mich? Ich schluckte und schob meine Gedanken bei Seite, unterdrückte die Glücksgefühle, die in mir aufkeimten. So ein Schwachsinn. Er war mein Chef. Das war der einzige Grund, warum er sich sorgte. "Es geht schon, danke", antwortete ich so selbstsicher wie möglich, doch das unterschwellige Zittern meiner Stimme verriet mich. Wir liefen nebeneinander her Richtung Fahrstuhl. Dr. Heilmann musterte mich eingehend, während ich versuchte, mein Gesicht von ihm abzuwenden. Das sanfte Kribbeln in meinem Bauch als er mich versehentlich beim Einsteigen in den Fahrstuhl berührte, ließ mich zusammenzucken. Er drückte auf den Knopf zum ersten Stock "Wo wollen sie hin?" "Wie bitte?" "Na auf welche Station?" Ich räusperte mich verlegen und blickte auf den Knopf, den er eben gedrückt hatte. "Das passt." Die Türen schlossen sich, unsere Blicke trafen sich. Ich konnte nicht wegsehen, fühlte mich gefangen. Seine schimmernden Augen schienen mich zu durchbohren. #inallerfreundschaft #iaf #iafstory #mariaweber #drmariaweber #annettrenneberg #drheilmann🔽🔽🔽

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