hubertundstaller_fanfiction hubertundstaller_fanfiction

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hubertundstaller_fanfiction  ❤Hubert&Staller Fangirl❤ ❤Hubsi&Anja Shipper❤ ☀Für jedes Feedback dankbar☀ 💚Link zu den kompletten Geschichten:💚

Teil 17
Aber weiter kam sie nicht, denn Hubert machte eine ungeschickte Bewegung und kam mit dem Fuß neben der Zeitung auf.
"Ahhh stop!“, brüllte Raúl sofort. Dadurch erschrak sich der Polizeirat so sehr, dass er unvermittelt Staller, der ihm huckepackartig auf dem Rücken hing, losließ und die beiden ebenfalls disqualifiziert wurden.
"Nette Jungpolizist die blonde Schönheit auf Händen trägt gewinnt!“, verkündete Raúl frohlockend, keine Sekunde zu früh, da Riedls Kopf kurz vor der Explosion stand.
"Super, Riedl!“, rief Sonja, als sie wieder auf den Füßen stand, und drückte ihn kurz. Der arme Kerl war völlig neben sich und konnte nur noch belämmert grinsen.
Hubert hatte Anja schnellstmöglich von sich geschoben und war nun froh, als Staller die gesamte Aufmerksamkeit auf sich zog, indem er anfing, mit Raúl zu diskutieren. Schließlich sah er nicht ein, dass er aufgrund Fremdeinwirkung aus dem Wettbewerb geflogen war, so sehr er auch den jungen Kollegen den Sieg gönnte, natürlich.
Anja war irritiert. Den ganzen Tag hatte sie das Gefühl gehabt, dass zwischen Hubert und ihr so langsam endlich wieder so etwas wie normale Kommunikation möglich wurde. Sie hatten ja sogar miteinander Witze gemacht. Und wenn sie ehrlich war, hatte sie das ziemlich genossen. Sie mochte seinen bissigen Humor, solange sie nicht permanent das Opfer war. Und jetzt hatte er von einer Sekunde auf die andere wieder komplett dicht gemacht und bemühte sich, bloß nicht mehr in ihre Richtung zu schauen. Also eigentlich alles wie immer. Wäre da nicht dieser Blick gewesen, dieser eine Moment der verloren geglaubten Vertrautheit, der ihr Herz noch immer ein wenig schneller schlagen ließ.
Für den Augenblick blieb ihr aber keine Zeit, darüber näher nachzudenken, da Raúl bereits die nächste Runde seiner Schandtaten ankündigte. Alle seufzten genervt. So sehr hatten sie sich noch nie das Ende eines Wochenendes herbeigewünscht.

#hubertundstaller #fanfiction

Teil 16
Nach einigen weiteren Minuten wechselnden 90er-Jahre-Latino-Pops waren die Zeitungen schließlich so weit zusammengeschrumpft, dass es sich nicht mehr vermeiden ließ, Körperkontakt herzustellen. Da Hubert nicht so recht wusste, wie er damit umgehen sollte, Anja nach so vielen Jahren wieder so nah zu sein, lenkte er sich damit ab, sich darüber zu freuen, wie peinlich berührt seine anderen Kollegen wirkten. Riedls Kopf war so rot, der hätte bestimmt im Dunkeln geleuchtet. Und Hansi und Girwidz beim Paartanz, das war sowieso das beste, was er je gesehen hatte. Ihren Gesichtern nach zu urteilen waren die beiden allerdings ganz anderer Meinung. Und Raúl schien sich diebisch über das Ganze zu freuen. Er grinste breit und unterbach erneut die Musik.
Jetzt wurde es wirklich kompliziert. Hubert faltete die Zeitung und schaute ratlos – es bestand keine Chance, dass noch vier Füße darauf passten.
"Wos machmer jetz?“, fragte er.
"I hob a Idee“, erwiderte sie. „Stell di ama drauf.“
Er tat wie ihm geheißen und sie schlüpfte schnell aus ihren Schuhen.
"Halt mi fest“, sagte sie, schlang die Arme um seine Hüfte und stellte sich dann vorsichtig auf seine Füße. Er war einen Moment überfordert und schwankte, fing sich dann aber und legte seinerseits die Arme um sie. Dann setzte die Musik wieder ein, und es ertönte eine von Ricky Martins Balladen – Private Emotion.
Hubert konnte es sich nicht erklären, aber irgendwie war es ein schönes Gefühl, Anja so im Arm zu haben und sich im Takt der Melodie zu wiegen. Auch wenn die Melodie so albern war und sie auf einer Zeitung mitten im Wald standen. Er sah ihr in die Augen, in denen ausnahmsweise einmal kein Spott und keine Verachtung ihm gegenüber zu sehen waren. So einen offenen Blick hatte er von ihr seit Jahren nicht bekommen, und er durchbrach bei ihm schlagartig alle Barrieren, die er im Lauf der Zeit mühsam hochgezogen hatte. Er schluckte und versteifte sich. Das durfte nicht passieren.
"Hubsi, was is denn...“, fing Anja an.
#hubertundstaller

Teil 15
"So. Jedes Paar sich jetzt stellt auf eine Zeitung, und ich mache Musik an, und ihr müsst tanze ohne zu berühren die Wiese. Wenn Musik ausgeht, alle falten ihre Zeitung und dann weitertanze. Wer berührt Wiese, scheidet aus. Wer zum Schluss übrig, hat gewonne!"
Schickalsergeben bauten sie sich alle auf ihren Zeitungen auf. Raúl holte einen kleinen Ghettoblaster hervor, lächelte und drückte aufs Knöpfchen.
"UPSIDE INSIDE OUT, SHE'S LIVING LA VIDA LOCAAA!“
Hubert war so schockiert, dass er beinahe direkt schon von der Zeitung gestolpert wäre. Andererseits, was hatte er erwartet. Stilvolle klassische Musik? Wohl kaum. Seufzend begann er, vage im Takt zu wippen, um nicht sofort disqualifiziert zu werden. Anja sah auch nicht wesentlich begeisterter aus und tat es ihm gleich. Ein Blick auf Riedl und Sonja zeigte, dass die Kollegen sich anscheinend an ihre Jugend erinnert fühlten und ganz gut zu dem Lied abgingen. Staller hingegen legte einen Ausdruckstanz aufs Zeitungsparkett, der höchstens an die Jugend einer BSE-kranken Kuh erinnerte.
"Dem Hansi is die Zeitung jetz scho z'kloa“, kommentierte Anja schadenfroh.
"Und dem Girwidz erst“, erwiderte er. Dem Gesicht des Polizeirats nach zu urteilen wollte man definitiv nicht in den Schuhen desjenigen stecken, der ihm diesen Workshop empfohlen hatte. Er hatte nämlich aktuell alle Hände damit zu tun, Stallers unkoordiniert wirbelnden Gliedmaßen auszuweichen, um kein blaues Auge angetanzt zu bekommen.
In diesem Moment setzte die Musik aus und Raúl forderte sie auf, ihre Zeitung in der Mitte zu falten. Eine Sekunde später brüllte es wieder los. Der Spanier war offenbar großer Ricky-Martin-Fan, denn diesmal ertönte sein nicht weniger nervtötender Hit „Maria“.
"Und ein bisschen mehr acción, por favor! UN DOS TRES!“
"Um Gottes Willen, Staller, das galt ganz sicher nicht Ihnen!! Hören Sie doch mal mit der Hampelei auf, Sie schlagen ja noch jemanden k.o.!“ #hubertundstaller #fanfiction

Teil 14
"Gut... vielleicht wir brauchen andere Art Übung“, meinte er.
"Hab i doch gsagt!“, pflichtete Staller ihm bei. „In der logischen Reihenfolge müsstmer jetzt...“
"Der Herr Polizist sich kann fühlen eingeladen, seine eigene Seminar zu veranstalte, aber bitte in meine Workshop das mache, was ich sage und nicht arme Kollege in Matsch falle lasse!“, unterbrach ihn Raúl mit minimal angestrengt höflichem Tonfall. Sein fröhliches Grinsen war auch eher zur Grimasse verkommen. Hubert musste sich das Lachen verkneifen, und seinen Kollegen schien es ebenso zu gehen - von Staller einmal abgesehen, der nun eher verdutzt schaute. Wahrscheinlich dachte er in diesem Moment tatsächlich schon an seine strahlende Karriere als Teambuilding-Coach.
"Wenn der Hansi Seminarleiter wird, geh ich in Frührente“, murmelte Anja ihm zu und er grinste.
"Gute Entscheidung, hinterher wär'mer eh reif fürs betreute Wohnen“, stimmte er zu. „Dagegen is die Pfeife hier ja Erholungsurlaub.“
Das war offenbar Raúls Stichwort, denn er klatschte nun in die Hände, um die Aufmerksamkeit wieder auf sich zu ziehen.
"Nächste Übung: Zeitungstanz!“, verkündete er und teilte drei Tageszeitungen aus. „Wieder Paare bilden, bitte, und andere diesmal!“
Hubert sah Staller mit gruseligem Grinsen auf ihn zukommen, weswegen er sich schnell zu Anja drehte: „Machmer z'samm? I hob a bisserl Angst um meine Knochen, wenn i mir des Gsicht vom Hansi so anguck...“
"Des is jetz zwar ned die allercharmanteste Art, a Dame zum Tanzen aufzufordern, aber bei dir kammer ja ned so wählerisch sein“, stichelte sie, musste dabei aber lachen. Wahrscheinlich war sein Gesichtsausdruck wirklich ziemlich panisch. Er riskierte einen Seitenblick und sah, dass Staller sich nun an Girwidz gewandt hatte – der seine Verzweiflung tapfer zu überspielen versuchte.

#hubertundstaller #fanfiction

Teil 13
"I glab eher, der trinkt an Schnaps“, sagte Staller mit zusammengekniffenen Augen.
"Den hätt i jetz a gern“, murmelte Hubert.
In der Ferne ließ der Spanier unauffällig etwas in seine Tasche gleiten und kehrte dann zur Gruppe zurück.
"Ah, ich sehe, alle fertig und noch lebendig. Muy bien“, urteilte er mit einem etwas glasigen Lächeln. „Dann wir können machen weiter mit eine sehr klassische Übung. Es geht um die Stärkung von die gegenseitige Vertrauen. Ihr zwei, ihr zwei, ihr zwei, aufstellen!“
Bevor er es sich versah, stand Hubert mit dem Rücken zu Sonja, Riedl stand vor Staller und Anja vor Girwidz.
"So, und bei drei ihr lasst euch nach hinten fallen und der andere fängt euch auf! Eins,...“
"Ja Moment amal, des is doch jetz a Schmarrn, die Reihenfolge muss doch...“, fing Staller an zu argumentieren.
"...zwei,...“
"Ich mein, nach dem Teamworktheorem von derer Amerikanerin da, die...“
"...drei!“
Hubert verschränkte die Arme, rollte mit den Augen und ließ sich nach hinten umfallen, wo ihn Sonja umgehend mit den Armen abfederte und wieder nach oben brachte. Ein Schrei ließ ihn den Blick nach links wenden, wo auch Anja wieder an ihrem Platz stand. Dann senkte er den Blick nach unten.
"Auaa Hansi, Mensch, echt jetzt“, jammerte Riedl und rappelte sich mit schmerzverzerrtem Gesicht vom Boden auf.
"Ja Riedl, spinnst du, du kannst dich doch ned umfalln lassn, während ich hier noch dabei bin, über die Methodik zu diskutiern!“, rief Staller aufgebracht gestikulierend. „Da könnt ja sonstwas passiern!“
"Der Raul hat gsagt, bei drei umfalln lassn!“, verteidigte sich Riedl.
"Ra-uuuuuhl“, verbesserte Hubert übertrieben.
Raúl sagte gar nichts. Er hatte sich eine Zigarette angezündet und betete innerlich beruhigende Mantras herunter.
"Rauchen is fei ned gut für die seelische Balance“, kommentierte Staller.
"Du bist a ned gut für die seelische Balance“, meinte Hubsi nur, und Raúls Miene pflichtet ihm stumm bei.

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Teil 12
Hubert hatte den Fall schnell überblickt. Wenn er einfach die Klappe halten und die Frauen machen lassen würde, dann wäre es schnell vorbei. Er stieg willenlos schweigend durch irgendwelche Schlaufen, die die beiden fabrizierten, und tatsächlich, nach knapp einer Minute waren die Knoten gelöst.
"Siehst, man muss ned immer in ois neiredn, damits funktioniert“, triumphierte Anja.
"Wenn i des bei den zahllosen Gelegenheiten gwusst hätt, in denen mir in unsrer Ehe Knoten aus Seilen rausmachen mussten, wär bstimmt ois anders glaffn“, stimmte er ihr zu.
"Jetzt zankt euch doch nich schon wieder, guckt lieber mal, was die anderen da machen!“, warf Sonja grinsend ein.
Tatsächlich bot das andere Team einen filmreifen Anblick. Staller diskutierte über den Sinn und Unsinn dieser Übung unter Berücksichtigung sozio-psychologischer Gesichtspunkte, Girwidz plärrte ungehört seinen Masterplan in die Botanik und Riedl hatte es irgendwie geschafft, das Seil mit einem höchst interessant aussehenden Knoten so um seinen Hals zu manövieren, dass er mit jeder ausladenden Geste von Staller ein bisschen weniger Luft bekam.
"Leute“, ächzte er atemlos, „könnt's ihr euch vielleicht a bisserl beeilen..“
"Riedl, du hast wieder überhaupt nix von dem verstanden, was i gsogt hob, wenns'd die Leit unter Druck setzt, dann dauert's immer nochamal länger, und die Motivation...“
"Staller, jetzt hören Sie endlich mit Ihrem saublöden Geschwafel auf und machen Sie EINMAL, was man Ihnen sagt...“
"Jetzt langt's aber!“, ging Anja energisch dazwischen, packte das Seil um Riedls Hals und löste geschickt den Knoten. „Ihr könnt's doch ned den Riedl ersticken lassen!“
"Wo isn eigentlich der Raul?“, fragte Hubert. „Wär des ned sei Job zu gucken, dess keiner v'reckt?“
"Man spricht das Ra-uuuhl, Hubsi“, verbesserte ihn Sonja, blickte sich aber genauso suchend um. „Ach, da hinten isser ja.“
"Was macht'n der da?“
"I glab der heult.“ #hubertundstaller #fanfiction

Teil 11
"I bräucht ned so viel meckern, wenns ned so viel Gründe dafür gäb“, verteidigte sich Hubert. „Apropos: Was machtn der Kaschper da vorn scho wieder?“
Sie waren auf eine Lichtung getreten, auf der ein paar Kisten, Matten und andere zusammengewürfelte Gegenstände herumlagen.
"Hat scho wieder so a Depp sein Müll im Wald abgeladen? Sonja, ruf gleich ma den Yazid an!“, rief Staller eifrig.
"Hier wird kein Yazid angerufen, das gehört zu unserem Workshop!“, ging der Polizeirat mit erhobenem Zeigefinger dazwischen.
"Aber wenn wir Müll wegräumen sollen, hätten wir doch auch mit unserem Archiv im Keller anfangen können“, gab Sonja zu bedenken.
"Hm, ja, das sollten wir tatsächlich auch mal angehen..“, sinnierte Girwidz und ließ den Finger sinken.
"So liebe Freunde“, fing Raúl an.
"I woaß goar ned, mit wem der da immer redt“, knurrte Hubert.
"Mitm Riedl wahrscheinlich“, sagte Staller schulterzuckend.
"SO LIEBE FREUNDE“, wiederholte Raúl ein wenig lauter. „Wir mache jetzt einige Übungen, um zu verbessern die Verständigung und die Teamwork. Manche ihr macht in Gruppe, manche in Paar. Wir werden immer wechseln die Partner zwischendurch. Ich immer vorher erkläre oder vormache und dann ihr nachmache.“ Er sparte sich nachzufragen, ob es alle verstanden hatten, da sein Nervenkostüm die Antwort in dem Moment vermutlich nicht ertragen hätte.
"Numero uno: Die Seil. Ihr bildet zwei Teams, jeder kriegt eine Seil. Jede Seil hat drei Knoten. Ihr müsst alle drei festhalten die Seil jeweils hinter eine Knoten. Dann ihr müsst öffnen Knoten ohne loslassen von die Seil. Los, ihr drei und ihr drei!“
Er scheuchte Hubert, Sonja und Anja auf eine Seite und die anderen drei auf die andere und drückte ihnen jeweils ein Seil in die Hand.
"Wer schneller geschafft hat, hat gewonne.“ #hubertundstaller #fanfiction

Teil 10
"Himmelherrgottarschundzwirn!!“, brüllte es eine Millisekunde später aus Stallers Richtung – sämtliche Gesetze der Physik missachtend stand er mit einem Mal auf seiner Liege und hatte die Pistole im Anschlag.
"Staller, sind Sie wahnsinnig?“, plärrte der Girwidz entsetzt. „Nehmen Sie die Waffe runter! Schlafen Sie eigentlich mit dem Ding in der Hand??“
"Na ja, man muss doch immer vorbereitet sein!“, schrie Staller zurück.
"Zefix, jetz mach doch ma oana den Schmarrn aus, des is ja ned zum Aushalten!!“, rief Hubert, der durch die Weckattacke garantiert mindestens zwei Jahre seines Lebens verloren hatte.
"Aber meine Herren“, sagte Raúl in die plötzliche einsetzende Stille hinein. „Es geht doch nix über eine schwungvolle Start in die gute neue Morgen!“ Er grinste perfide, offenbar war das Manöver seine Art der Rache für den Boykott seiner hochwertigen Lehrmethoden am vergangenen Abend gewesen.
"Jetze mache Frühstück und dann geht weiter mit die Spaß!“
Erfreulicherweise lief besagtes Frühstück ohne weitere Spielchen ab, danach wurde allerdings gefordert, dass sich alle warm und trocken anzogen – jetzt war Natur angesagt. Missmutig warfen sich alle in ihre Draußenklamotten und folgten dem Spanier nach draußen.
"Ich wett mit dir, der hat sich des komplette Outfit nur für des Wochenend kafft“, flüsterte Hubert Staller zu und zeigte auf die bonbonbunte Multifunktionsfolie, in die sich ihr geliebter Chef formschön gewickelt hatte.
"Ha ja, kann ja ned jeder so a ursprünglicher Naturbursche sein wie mia“, zuckte Staller mit den Schultern und rückte seinen Anorak zurecht, der wirkte, als hätte er schon im ersten Weltkrieg gedient.
"Waschen hätt'st des Ding scho ma kenna, ganz so ursprünglich bräucht's a ned sei“, gab Hubert
zurück.
"Du kannst echt immer nur meckern“, erwiderte Staller.
"Des merkst ja früh“, grinste Anja, die hinter den beiden ging.

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Teil 9
"So, um diese wundervolle Abend abzuschließe“ - nicht mal er schaffte es, das überzeugend klingen zu lassen - „kurz eine Anweisung für die Nacht. Alle müsse schlafen in große Schlafsaal, zusammen. Das schafft Gefühl von Gemeinschaft. Morgen wir rede drüber wie hat geklappt, aber wird bestimmt voller Harmonie, gell? Haha!“ Er lachte etwas hysterisch und winkte dann alle hinter sich her.
Im angrenzenden Raum gab es nicht viel zu sehen – es waren einige Feldbetten aufgebaut, die eher spartanisch mit Wolldecken ausgestattet waren. Für Huberts Geschmack standen sie alle viel zu nah beieinander. Er verspürte kein gesteigertes Verlangen danach, jedes einzelne Scharchgeräusch vom Girwidz mitzuhören, und wenn am Ende der Hansi anfing, im Schlaf zu reden, würde er leider ausrasten müssen. Von dem Gequatsche bekam er tagsüber schon genug ab.
Der einzige Trost war, dass seine Mitstreiter ähnlich begeistert wirkten. Einzig der Riedl wirkte irgendwie erfreut, aber das war wahrscheinlich auch nur, weil er niemals zuvor zu einer Pyjamaparty eingeladen worden war.
Hubert suchte sich eine Liege ganz am Rand aus und war irgendwie froh, als Anja sich neben ihm platzierte. Natürlich nicht, weil er besonderen Wert auf ihre Gesellschaft legte, aber zumindest wusste er, dass sie nachts nicht schnarchte oder sonstige Geräusche machte. Er machte die Augen zu und fiel in seligen Schlaf, noch während am anderen Ende des Raumes endlose
Diskussionen herrschten, wer aufgrund nächtlichen Harndrangs am nächsten an der Tür schlafen durfte. Das war wirklich WEIT mehr, als er jemals über seine Kollegen hatte wissen wollen.
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Kurz vor 7 Uhr am nächsten Morgen wirkte die Welt sehr friedlich. Sechs Leute schlummerten sanft in ihren Feldbetten, nur ab und zu war ein vereinzeltes Schnorcheln zu hören. Bis der Zeiger auf die 12 schnappte.
"FREUDE SCHÖNER GOTTERFUNKEN TOCHTER
AUS ELYYYYSIUUUUM!!!!“, schalmeite es mit einem Mal in metallicakonzertwürdiger Dezibelzahl aus den Deckenlautsprechern.

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Teil 8
"Liebe Kollege!“, versuchte er verzweifelt, sich Gehör zu verschaffen. „Es hier geht um konstruktive Kritik, vernünftige Diskussion ohne zu werden persönlich!“
"Also ich würde ja vernünftig diskutieren, aber dieser Teller sieht auch nicht gerade vernünftig
aus!“
"Und des soll ned persönlich sein, wenn der Girwidz denkt i dad nur Pudding essn?“
"Ja sind wir doch mal ehrlich, wie sollte man denn was anderes vermuten!“
"Also Herr Girwidz, des war jetz aber ned nett.“
"Sie haben ja wohl auch über dieses durchaus sehr charmante Herzchen auf Ihrem Teller gemeckert!“
"Ja, genau, des war schließlich nur nett gmeint!“
"Hansi, vielleicht solltest du nicht bei jeder Frau direkt mit der Tür ins Haus fallen.“
"Haha, genau, und scho goar ned beim Hubsi seiner Ex, du weißt doch wie des nausganga is!“
"Der Hubsi hat zumindest ned versucht, mit reinem Fett bei mir zu landen.“
"Aber...“
"SILENCIO!!“, brüllte ein plötzlich gar nicht mehr so fröhlich aussehender Raúl dazwischen. „Ich sehe, diese Übung war für Anfang etwas zu kompliziert, wir müsse anfange mit Grundlagen. Aber isse zu spät dafür heute. Jetzt jeder darf holen Esse was er will und wir spreche morgen über was ist passiert und wie wir können vermeiden“, kündigte er kraftlos an.
"I setz zwei Euro, dess der heut Nacht abhaut“, raunte Hubert Anja zu. Gegen ihren Willen musste sie prusten. Er grinste. Mit Fett war sie sicher nicht herumzukriegen, aber sein sarkastischer Humor hatte es doch immer geschafft. „Danke übrigens, des Essen war super.“
Des weiß ich“, grinste sie nur.
Nachdem sie alle gegessen hatten, bat Raúl noch ein letztes Mal um Ruhe.

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Teil 7
Sie mussten sich der Reihe nach aufstellen und jeder hatte eine Minute Zeit, den Teller für den Sitznachbarn zu füllen. Als Hubert dran war, stand er ratlos vor dem Berg mit Lebensmitteln. Hier konnte er ja nur ins Fettnäpfchen treten, egal, was er auf den Teller lud. Also zuckte er mit den Schultern und schaufelte drauflos.
Zurück am Tisch lautete die Anweisung, dass sich jeder sein Essen 30 Sekunden still anschauen durfte und dann sollte eine gegenseitige Feedbackrunde dazu stattfinden, wie gut der jeweilige Geschmack getroffen worden war. Raúl gab den Startschuss, und schon ging es los.
"HUBERT, das is jetzt nich Ihr Ernst, ein halbes Kilo Rippchen und dazu vier Bratwürste und ein Schnitzel als Beilage?!“
"Sag mal Riedl, hast du mir da ernsthaft nur Salat auf den Teller getan?“
"Na ja i hob dacht du wärst Vegetarierin? Und immerhin hast du ned an ganzen Teller voll Pudding...“
"Geh, Sonja, du weißt doch, dass ich allergisch auf Steinobst bin, des mit dem Zwetschgendatschi hättst da schenken können...“
"Na, undankbarer geht’s wohl auch nicht mehr!“
"Staller, soll des a Herzerl aus Speckwürfeln sein? Was willst mir damit sagen, fröhliche Herzverfettung?“
Nur Hubert sagte nichts. Anja hatte ihm sein Lieblingsessen aufgetan, welches er nun zufrieden in sich hineinfutterte. Und ein bisschen gerührt war er schon auch, dass sie sich daran erinnert hatte. Auch wenn er das selbstredend niemals zugegeben hätte. Er musste grinsen, als er einen Blick auf Raúl warf, der die Diskussion mit wachsender Beunruhigung beobachtete. Ob der Coach auch nur den leisesten Schimmer hatte, worauf er sich da eingelassen hatte? Es sah kaum so aus. Er wirkte eher, als hätte man ihm statt einigen gesitteten Erwachsenen eine Horde Kindergartenkinder auf LSD untergejubelt, und wenn man es genau betrachtete, war die Ähnlichkeit tatsächlich frappierend.

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Teil 6
"Sie stellen sich jetzt alle nicht so an, wir gehen jetzt rüber und essen was, und dann sieht die Welt schon wieder anders aus“, beschloss Girwidz und schritt mit gutem Beispiel voran.
Im Nebenraum war ein runder Tisch aufgebaut, und an einer Seite des Raumes gab es ein Buffett, das gar nicht so übel aussah. Selbstverständlich durfte aber auch das nicht ohne Schikane ablaufen: Auf dem Tisch standen Namensschilder, und Raúl erklärte ihnen wort- und gestenreich, dass sie sich an die vorgegebene Sitzordnung zu halten hatten. Also nahm Hubert freudestrahlend zwischen Anja und Girwidz Platz.
"Wir werden versuche, an diese zwei Tage festgefahrene Strukturen zu breche und neue Dynamik in die Team zu schaffe. Damit wir fange gleich an“, erklärte Raúl begeistert. „Und zwar mit die Esse. Jeder muss für seine Nachbar Esse hole, aber ohne vorher abzuspreche. Und dann wir sehe, wie die Gruppe umgeht mit die Ergebnis. Du zum Beispiel – cómo te llamas, guapa? Wie du heiße, meine Schönheit?“ Er war an den Tisch herangetreten, hatte Anja eine Hand auf die Schulter gelegt und grinste sie mit seinem schönsten einstudierten Augenaufschlag an.
"Äh.. Anja.“
"Ahh, Anja! Wie in ángel, eine Engel, muy bonita!“
Hubert war mehr als froh, dass er noch nichts gegessen hatte, da er das in diesem Moment todsicher alles wieder von sich gegeben hätte.
"Meine Herrn, jetz sog halt einfach, wie des saubleede Spiel geht!“, platzte es aus ihm heraus.
"Manch einer benutzt Worte halt ned ausschließlich für Anweisungen und Gemecker“, gab Anja zurück.
"Manch eine sitzt da glab i ganz schee im Glashaus!“
"Ahhh bababa“, machte Raúl und legte einen Finger an die Lippen. „Is nicht gut zu streiten. Also, Spiel geht so: Anja macht Teller voll von grummelige Sitznachbar, grummelige Sitznachbar macht Teller voll von kompetente Chef die wunderbare Seminar für Mitarbeiter organisiert hat, Chef macht Teller voll von motiviert-dynamische Jungpolizist und so weiter. Alle verstande? Muy bien. Es geht los!“ #hubertundstaller #fanfiction

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